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(S)TÜRMisches

Ich habe – noch – kein Smartphone, aber ein iPod, das ich allerdings höchst selten einmal für sinnvolle Dinge wie das Abrufen des aktuellen Wetterberichts, das Beobachten des Regenradars oder das Anschauen meiner E-Mails nutze. Meistens spiele ich damit. Und da ich nur Apps heruntergeladen habe, die nichts kosten, erscheint in regelmäßigen Abständen Werbung auf dem Display mit dem Hinweis, sie würde verschwinden, wenn ich eine Erweiterung des jeweiligen Spiels kaufe. Aber das mache ich natürlich nicht, sondern drücke einmal kurz auf das Kreuzchen in einer der oberen Ecken, um die Werbung auszublenden. Vor einigen Wochen, als ich gerade wieder einmal meine Geschicklichkeit bei einem Spiel erprobte, fiel mir vor Schreck plötzlich fast der iPod aus der Hand, denn unvermittelt tauchte breit grinsend das Konterfei des republikanischen amerikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump auf dem kleinen Bildschirm auf. So schnell wie in diesem Moment habe ich wohl noch nie das Kreuzchen in der oberen Ecke gedrückt. Doch dann ging mir durch den Kopf, was es wohl damit auf sich hatte. Sollte der milliardenschwere Populist neuerdings auf diese Weise seinen Wahlkampf ausweiten? Dabei darf ich als deutscher Staatsbürger doch gar nicht bei den Wahlen in Amerika meine Stimme abgeben. Allerdings ploppen ab und zu auch irgendwelche Bildchen mit Schriftzügen auf, die ich beim besten Willen nicht entziffern kann, vermutlich koreanische oder burmesische. So genau konnte ich das bisher noch nicht herausfinden. Einige Wochen lang erschien danach kein Donald Trump mehr auf meinem iPod. Doch vor einigen Tagen ploppte er unvermittelt wieder auf. Und dieses Mal schaute ich mir die Werbung etwas genauer an. „Bouncing Trump“ hieß es da und neugierig, wie ich nun einmal bin, lud ich mir dieses Mal die kostenlose App herunter. „Tap to start“ forderte mich das Display auf. Ich drückte also auf die Startfläche – und musste herzlich lachen. Da erschien ein fröhlich hüpfender Luftballon oder Gummiball mit Trumps Gesicht und sprang auf eine Reihe von unregelmäßig angeordneten spitzen Kegeln zu. Und sobald er eine dieser Spitzen beim Aufspringen traf, zerplatzte er mit dem lauten Schmerzensschrei „Ahh“. Freunde und Anhänger von Donald Trump waren die Amerikaner offensichtlich nicht, die sich dieses Spielchen ausgedacht haben. Wohl eher das Gegenteil. Und wie beruhigend wäre es, wenn man durch entsprechendes kurzes Drücken auf den iPod Bildschirm Populisten, Politiker oder Möchtegern-Politiker wie Trump dazu bringen könnte, sich hüpfend, springend und zerplatzend in Luft aufzulösen. Mit würden einige Namen dazu einfallen, versichert Ihnen

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