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(S)TÜRMisches

Wie gern möchte man einem schönen, entspannten Weihnachtsfest entgegen sehen; wäre da nicht diese blöde schwarze Null! Über die freut sich unser Finanzminister diebisch, während jede halbwegs normale Hausfrau einfach versuchen würde, Geld zu sparen, wenn sie total verschuldet ist. Aber auf so eine schlichte Idee käme der nie und feiert sich dafür, dass er 2015 mal keine neuen Schulden macht! Dabei ist es ihm so lang wie breit, wie hoch der Preis für die schwarze Null ist, er guckt einfach nicht hin. Die Infrastruktur verlottert nämlich komplett, Schulen, Schwimmbäder, Autobahnen und Straßen sind in einem elenden Zustand, ganz zu schweigen vom Umfeld der einstigen Bundesbahn. Sie gehört nach der misslungenen Privatisierung schließlich immer noch teilweise dem Staat, weshalb der auch Verantwortung zu übernehmen hätte. Die Bahnchefs jedenfalls tun das nicht, aber leider sehen sich die Regierenden genauso wenig in der Pflicht. Wer in den Weihnachtstagen mit dem Zug in eine abgelegene Stadt unterwegs ist, den dürfte das kalte Grauen packen über die Zustände an manchen Bahnhöfen. Die sehen oft schlimmer aus als in der DDR zu ihren schlechtesten Zeiten! Eingeschlagene Fenster in einstigen Wartehallen, kein Mensch, der Auskünfte geben könnte, und einen Zettel mit irgendwelchen Informationen für die Weiterreise sucht man auch vergebens. Zum Glück gibt es das Handy, mit dem man die Zugauskunft anrufen und sich von Ort zu Ort dirigieren lassen kann. Natürlich nur, wenn man ein Netz hat. Oh, du schreckliche, völlig überteuerte schwarze Null! Für Verbesserungen zugunsten der Bürger sieht der König der Null überhaupt keine Chance, obwohl die Steuern nur so sprudeln und täglich völlig unverhoffte Milliardenbeträge unzähliger Steuerbetrüger eingehen, die auf den letzten Drücker noch dem Knast entkommen wollen! Stattdessen wird noch eins drauf gesetzt und der Soli bis in alle Ewigkeit erhalten! Natürlich geht es den Steuerzahler gar nichts an, wofür er ausgegeben wird. Wahrscheinlich, um die Aktionäre der Hypo Real Estate zu entschädigen, die gerade einen Gerichtsentscheid zu ihren Gunsten bejubeln. Sie werden für die betrügerischen Machenschaften der Bank Geld bekommen, aber weil die ja längst dem Staat gehört, geht das wieder auf Kosten der Steuerzahler. Aber egal – es weihnachtet, und Weihnachten ist ein schönes, friedliches, Fest. In Kronberg jedenfalls gibt es wirklich Grund zur Freude, weil sich hier verantwortungsvolle Bürger in vorbildlicher Weise für die ankommenden Flüchtlinge engagieren, die oft Schreckliches durchgemacht haben. Diese Mitbürger bemühen sich nicht nur sehr ernsthaft, sondern auch besonders effizient darum, den bedauernswerten Menschen das schwierige Einleben in einem völlig fremden Land leichter zu machen. Angesichts der anderswo erschreckend anwachsenden Gegenbewegung des rechtpopulistischen „Pegida“ Bündnisses ist das auf jeden Fall ein Grund zu großer Freude! Dass sie uns auch im neuen Jahr erhalten bleibe, wünscht uns allen

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