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(S)TÜRMisches

Dass ab und zu der Strom abgestellt werden muss, ist nichts Ungewöhnliches. Vor einigen Tagen hing wieder einmal ein Zettel der Firma Syna an der Haustür mit dem Hinweis, dass „wegen dringender betriebsnotwendiger Arbeiten“ zwei Tage später „voraussichtlich von 13 bis 15.30 Uhr“ die Stromversorgung unterbrochen werden müsse. Normalerweise lese ich das Kleingedruckte, das unter dieser Mitteilung steht, gar nicht durch. Doch wegen Problemen mit meinem neuen Laptop hatte ich Besuch von einem Freund. Und der las mir beim Nachhausegehen vor, was alles passieren kann, wenn der Strom unterbrochen und wieder angestellt wird. Aufzüge, EDV- und PC-Anlagen, Garagentore, Alarmanlagen, Telefonanlagen mit Netzanschluss, Telefone mit ISDN-Anschluss, Heizungssteuerungen, TV- und SAT-Anlagen, Anlagen im Stand-by-Betrieb könnten nicht nur in ihrer Funktion beeinträchtigt werden, sondern bei ungünstigen Umständen bauartbedingt sogar Schäden erleiden, für die das Stromunternehmen nicht hafte. „In ihrem eigenen Interesse sollten Sie daher vorsorglich derartige Anlagen rechtzeitig ausschalten beziehungsweise besser noch vom Netz trennen.“ Tat ich also am fraglichen Tag um wenige Minuten vor 13 Uhr. Und begann zu warten. Denn an dem Tag sollten wichtige E-Mails kommen, die ich bearbeiten sollte. Ich wollte daher möglichst schnell meinen Computer wieder ans Stromnetz anschließen. Um mitzubekommen, wann das sein würde, schaltete ich die Deckenbeleuchtung in meinem Arbeitszimmer ein. Sie brannte – auch nach 13 Uhr. Also ging ich noch einmal in die Küche und machte mir etwas Warmes zu essen. Wer weiß, wann der Herd wieder funktionieren würde, dachte ich. Dann probierte ich meinen Laptop aus, der ja auch ein paar Stunden ohne Strom arbeitet. Um 15.30 Uhr brannte die Deckenlampe immer noch. Und ich begann, meine komplizierten Geräte wieder ans Stromnetz anzuschließen. Was viele Schwierigkeiten machte und erst nach einer Reihe von Telefongesprächen mit meinem fachkundigen Freund gelang. Gegen 19 Uhr funktionierte dann endlich wieder alles: Router, Computer und Fernsehgerät, das ebenfalls über den Router seine Programme empfängt. Die wichtigen E-Mails waren da, der Tag aber irgendwie ohne Arbeit verplempert. Einige Tage später lag der orangerote Zettel „Unterbrechung der Stromversorgung“ wieder in meinem Briefkasten. Zwischen 8.30 und 11 Uhr sollte zwei Tage später der Strom abgestellt werden. Wieder zog ich alle Stecker, musste dann aber zu einem Termin. Als ich zurück kam, dieselbe Prozedur wie einige Tage zuvor, dieses Mal ging mir alles schneller von der Hand. Doch vorbei ist der Spuk noch immer nicht. Heute habe ich zu meiner Überraschung wieder den orangeroten Zettel im Briefkasten gefunden, dass der Strom abgestellt wird. Dann werde ich wieder alle Stecker ziehen, zu einem Termin gehen und hoffen, dass wenigstens dieses Mal die „dringenden betriebsnotwendigen Arbeiten“ tatsächlich gemacht werden. Wird das jetzt ein „Sommerferien Running Gag“ oder gibt es bei der Firma Syna tatsächlich niemanden, der weiß, wann welche Arbeiten wo gemacht werden, fragt sich ziemlich verärgert

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