185 Jahre Bad Homburger Spielbank

Bad Homburg (hw). Der Lokalhistoriker Wolfgang Zimmermann berichtet am Freitag, 15. Mai, ab 15.30 Uhr im Rindschen Bürgerstift, Gymnasiumstraße 1-3, über amüsante Begebenheiten rund um die 185 Jahre alte Bad Homburger Spielbank („Mutter von Monte Carloo“). Als am 23. Mai 1841 das Glücksspiel begann, gaben sich in der hessen-homburgischen Residenzstadt reiche Aristokraten, gut betuchte Bürger, Glücksritter, Müßiggänger, Spiel-und Gefallsüchtige, blühende und verblühte Schönheiten, aufgeputzte Schneidermamsells und „lüderliche Frauenpersonen“ in Bad Homburg ein Stelldichein, das zum Mekka der Glücksspieler wurde. Dies verdankt der aufstrebende Badeort den geschäftstüchtigen Zwillingsbrüdern Francois und Louis Blanc, die für die auf 30 Jahre befristete „Hasardspiel-Konzession“ der Stadt unter anderem ein Kurhaus, eine Straßenbeleuchtung und ein Gaswerk schenkten und Europas größten Kurpark anlegen ließen. Wolfgang Zimmermann schildert auch das abenteuerliche Leben des reichen Barons August von Kosten-Gentzkow (1811-1885), der sein gesamtes Vermögen verspielte und bettelarm starb. Zu diesem Vortrag sind Gäste willkommen, der Eintritt ist frei.



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