Bad Homburg (hw). Die CDU-Fraktion Bad Homburg wird das diesjährige Weinfest zum Thema im kommenden Ausschuss für Kultur, Sport und Freizeit machen. Hintergrund sind zahlreiche Rückmeldungen von Bürgerinnen und Bürgern sowie eigene Eindrücke rund um die Veranstaltungstage über Christi Himmelfahrt.
Insbesondere in den Abend- und Nachtstunden kam es nach Wahrnehmung vieler zu einer deutlich aufgeheizten Stimmung im Innenstadtbereich. Die CDU möchte deshalb gemeinsam mit Verwaltung und Sicherheitsbehörden analysieren, welche Ursachen hierfür maßgeblich waren und welche Maßnahmen künftig zu einer Entspannung beitragen können.
Dazu wird die CDU beantragen, den Veranstalter, das Ordnungsamt der Stadt Bad Homburg und auch Vertreter der Landespolizei in den Ausschuss einzuladen, um über die Abläufe rund um das Weinfest zu berichten und mögliche Handlungsoptionen aufzuzeigen.
„Das Weinfest ist ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in Bad Homburg und gehört für viele Bad Homburger fest zur Identität unserer Stadt. Gerade deshalb wollen wir das Thema jetzt sachlich und konstruktiv aufarbeiten“, erklärt der CDU-Fraktionsvorsitzende Dr. Clemens Wolf.
Nach Einschätzung der CDU spielte insbesondere der verstärkte Konsum von mitgebrachten alkoholischen Getränken eine wesentliche Rolle. Gerade an den Abenden von Freitag und Samstag seien viele Getränke vorab bzw. während des Festes im Einzelhandel gekauft und anschließend im öffentlichen Raum konsumiert worden.
„Das führt nicht nur zu erheblichen Mengen an Glasbruch und Vermüllung, sondern erschwert auch insgesamt eine kontrollierte und geordnete Festatmosphäre“, so Wolf weiter. „Unsere örtlichen Veranstalter und Stände übernehmen Verantwortung und sorgen für geregelte Abläufe. Diese Strukturen werden unterlaufen, wenn Alkohol großflächig außerhalb des eigentlichen Festbetriebs gekauft wird.“
Die CDU weist darauf hin, dass mögliche Einschränkungen etwa durch ein Alkoholverkaufsverbot nach 18 Uhr rechtlich nur auf Landesebene geregelt werden könnten. Umso wichtiger sei es nun, gemeinsam mit den zuständigen Stellen zu prüfen, an welchen Stellschrauben die Stadt selbst ansetzen könne.
„Unser Ziel ist ausdrücklich nicht, Volksfeste einzuschränken – im Gegenteil“, betont Wolf und fügt abschließend hinzu: „Wir wollen unsere Feste stärken und langfristig erhalten. Dafür braucht es aber Rahmenbedingungen, die dafür sorgen, dass Veranstaltungen friedlich, sicher und mit Rücksicht auf Anwohnerinnen und Anwohner stattfinden können.“