Der Countdown läuft: Die 15. Nacht der Ausbildung

Ohne Major Tom, aber mit 28 Firmen – der Countdown läuft, am Freitag geht es ab 17 Uhr offiziell los. Foto: Stadt Bad Homburg

Bad Homburg (hw) – Insgesamt 28 Bad Homburger Unternehmen und Institutionen öffnen am Freitag, 11. September, die Pforten, die Bad Homburger Nacht der Ausbildung feiert in diesem Jahr ein kleines Jubiläum: 2026 findet die Veranstaltung des Jugendbildungswerks zum 15. Mal statt. Von 17 bis 21 Uhr haben junge Menschen aus der Kurstadt und Umgebung wieder die Möglichkeit, teilnehmende Firmen und Institutionen direkt an ihren Standorten zu besuchen und Gespräche zu führen. 28 Bad Homburger Unternehmen öffnen hierzu ihre Türen und freuen sich auf interessierte Gäste.

„Genau das macht die Nacht der Ausbildung so besonders und unterscheidet sie von traditionellen Berufsmessen“, sagt Oberbürgermeister Alexander Hetjes. „Der Erstkontakt findet direkt in den jeweiligen Unternehmen statt, die Besucherinnen und Besucher haben im wahrsten Sinne des Wortes schon einen Fuß in der Tür.“

„Dass die Nacht der Ausbildung bereits im 15. Jahr stattfindet, ist keine Selbstverständlichkeit. Es zeugt von gewachsenen Strukturen, einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit den Unternehmen und einem stetigen und guten Draht zur Jugend“, lobt Stadtrat Tobias Ottaviani die Arbeit des Jugendbildungswerks.

Auch in diesem Jahr gibt es den kostenlosen Bus-Shuttle, der die verschiedenen Standorte der Unternehmen ansteuert. Auf dem Kurhausvorplatz ist wieder ein zentraler Info-Point für Fragen rund um die Veranstaltung eingerichtet.

Fast 40 Prozent der Stellen unbesetzt

Maja Hipper und Jannik Till von der IHK wiederholten das, was man in Dauerschleife immer wieder lesen und hören muss: Es fehle der Nachwuchs. „Immer mehr Kinder gehen nach der vierten Klasse auf‘s Gymnasium, immer mehr wollen und sollen Abitur machen und dann studieren, anstatt eine ‚normale‘ Ausbildung zu machen“, so Hipper.

In Deutschland gilt weiterhin: Elternwille geht über Lehrerwille, je nach Bundesland wechseln bis zu 45 Prozent der Schüler direkt auf den Gymnasialzweig – auch mit Hinblick auf ein mögliches Studium – ob sie nun unbedingt dafür geeignet sind oder nicht. Das alleine reiche aber nicht als Erklärung für den fehlenden Nachwuchs, so Jannik Till: „Je nach Branche bleiben bis zu 40 Prozent der Azubistellen unbesetzt. Das liegt zwar teilweise daran, dass immer mehr Schulabgänger studieren, ist aber gewiss nicht der einzige Grund. Wir merken es bei solchen Veranstaltungen immer wieder: Viele Schulabgänger würden sogar gerne eine Ausbildung in einer bestimmten Branche machen – wissen aber gar nicht, was es so alles gibt. Das sogenannte ‚Matchen‘ ist also die eigentliche Herausforderung.“

Am 11. September wird also durchaus ein Hauch „Singlebörse“ durch Bad Homburg wehen: Wer passt zu wem und wem liegt was? Die passenden Antworten soll es – so zumindest der Plan – geben, wenn die insgesamt 28 Firmen dann sich und ihre jeweiligen Ausbildungen ins Schaufenster stellen und um Azubi-Nachwuchs werben.

Informationen auf Instagram

Auf der Online-Plattform der Nacht der Ausbildung https://www.nachtderausbildung-bad-homburg.de können sich Interessierte bereits im Vorfeld über die teilnehmenden Unternehmen und Institutionen informieren. Zudem werden auf dem Instagram-Kanal „Jugendbildungswerk Bad Homburg“ Kurzvideos, in denen sich die Unternehmen selbst vorstellen, veröffentlicht.

Mit dabei sind in diesem Jahr: Accadis, Agentur für Arbeit, Ameropa, Atis, Stadt Bad Homburg, Baloise, Caritas, Deutsche Leasing, Dibber, dm, DRK, GDA, Finanzamt, Frankfurter Volksbank, Fresenius, Hochtaunuskliniken, Hochtaunuskreis, IHK, Kreishandwerkerschaft, Mainmetall, MNT, Naspa, NTT, Rosenkranz, Süwag, Telc, Volksbank Mittelhessen, Wittig & Kirchner.

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