Neue Hänge-Buche im Gustavsgarten gepflanzt

Bürgermeister Oliver Jedynak, der Stifter der neuen Hänge-Buche, Dr. Wilfried Hollenberg und Claudia Richter von der Stadtverwaltung Bad Homburg, betrachten das frisch gesetzte Bäumchen. Foto: Stadt

Bad Homburg (hw). Im Gustavsgarten wurde in diesem Frühjahr eine neue Hänge-Buche gepflanzt. Der markante Solitärbaum ergänzt die historische Parklandschaft und setzt ein Zeichen für Nachhaltigkeit, Artenvielfalt und Erinnerungskultur.

Die Neupflanzung wurde notwendig, da in den vergangenen Jahren immer wieder Bäume infolge von Sturmereignissen verloren gingen oder aus Gründen der Verkehrssicherheit gefällt werden mussten. Als denkmalgeschützte Anlage wird jede Ersatzpflanzung sorgfältig mit dem Denkmalschutz und den Baumsachverständigen des städtischen Betriebshofs abgestimmt. Denn auch historische Gärten müssen sich den Herausforderungen des Klimawandels stellen – ein Prozess, der interdisziplinäre Zusammenarbeit erfordert. „Bäume sind mehr als nur Bestandteil unserer Stadtlandschaft – sie sind lebendige Zeugen der Geschichte, Orte der Erinnerung und Hoffnungsträger für kommende Generationen“, betont Bürgermeister Dr. Oliver Jedynak. „Die neue Hänge-Buche im Gustavsgarten vereint all das auf eindrucksvolle Weise. Unser Dank gilt allen, die dieses Projekt möglich gemacht haben.“ Für die Pflanzung zeichneten sich neben Stefan Kogge insbesondere die Mitarbeiter der Baumkolonne – Cengiz Karasu, Julian Kaspar und Christoph Steinmetz – verantwortlich. Mit viel Fachkenntnis und Sorgfalt sorgten sie dafür, dass der neue Baum optimale Startbedingungen erhält.

Der neue Baum hat dabei nicht nur gärtnerische und ökologische Bedeutung: Marius Filipow, langjähriger Gärtner des Gustavsgartens, erinnerte sich daran, dass sich genau an dieser Stelle einst ein besonders schönes Exemplar einer Hänge-Buche befand – vermutlich noch zu Zeiten der Neurologischen Klinik. Dieser Hinweis gab den Anstoß, eine botanische Besonderheit zurückzubringen, die über Generationen hinweg ein beeindruckendes Bild abgeben wird. Hänge-Buchen können bis zu 25 Meter hoch und ebenso breit werden und ein Alter von 300 bis 400 Jahren erreichen. Finanziell ermöglicht wurde die Pflanzung durch die Stiftung Tannenwaldallee, die sich bereits 2022 an der Nachpflanzung von drei Bäumen beteiligt hatte.

Die neue Buche wurde zudem „zur Erinnerung an Lana“ gepflanzt – ein persönlicher Wunsch und Beitrag von Dr. Hollenberg, der als Sponsor mit dieser Widmung ein Zeichen der Erinnerung setzt.



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