Bad Homburg (hw). Wer durch den Weidenring spaziert, der kann kurz vor den Gleisen der U-Bahn ein großes, graues Konstrukt kaum übersehen, das im vorderen Bereich auf mehreren Säulen ruht und wie ein gerade gelandetes Raumschiff aussieht. Dort treiben jedoch keine Außerirdischen ihr Unwesen. Es handelt sich um die neue Sporthalle der accadis Grundschule.
Dort befindet sich eine moderne Einfeldhalle mit herunterfahrbaren Trennwänden und einer riesigen Glasfassade an der Stirnseite, die reichlich Tageslicht einlässt. Die Halle „schwebt“ quasi über einem Freiluft-Sportplatz und hat einen direkten Zugang zur alten Sporthalle. Das außerordentliche architektonische Konzept wurde in kurzer Bauzeit zwischen August 2024 und Januar 2026 realisiert. Der Bau, der eigentlich bereits für Oktober 2020 anvisiert war, musste wegen der Coronapandemie jedoch verschoben werden. Ursprünglich wurde mit Kosten in Höhe von 2,9 Millionen Euro geplant. Als es losging wurde mit 5,1 Millionen Euro kalkuliert. Eine Summe, die nun grob auch benötigt wurde.
Der Neubau entstand in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Bad Homburg. Neben dem Sportunterricht im Schulbetrieb profitieren auch die Vereine der Kurstadt vom neuen „accadis Sports-Center“ am Südcampus. „Diese Halle ist mehr als ein Gebäude. Sie ist ein Ort der Begegnung, Bewegung und Gemeinschaft“, so accadis Geschäftsführer Christoph Kexel in seiner Begrüßung. Die international ausgerichtete Bildungseinrichtung reagierte mit dem Neubau auf den steigenden Bedarf durch konstant wachsende Schülerzahlen. Aktuell werden rund 600 Schüler in 32 Klassen unterrichtet. Durch das neue Gebäude können nun zusätzliche 40 Stunden Sportunterricht pro Woche angeboten werden.
Den feierlichen Auftakt der Einweihung bildete der Einmarsch von 36 Kindern der Klassen 5a und 5b, die 72 Nationalflaggen in ihren Händen hielten. Ein schönes Zeichen für die internationale Vielfalt bei accadis. Mit dem Durchschneiden eines roten Bandes wurde die Halle offiziell in Betrieb genommen. „Das Sports-Center ist ein Gewinn für Bad Homburg und die sportliche Infrastruktur. Sportvereine benötigen Platz. Nicht weit von hier wurde die Albin-Göring-Halle umgebaut und wieder in Betrieb genommen. Dort sind schon jetzt wieder alle Kapazitäten komplett ausgeschöpft. Deshalb freuen wir uns sehr, dass hier am Nachmittag und Abend Vereine für den Trainingsbetrieb ein neues Zuhause gefunden haben“, unterstrich Oberbürgermeister Alexander Hetjes den enormen Mehrwert des gelungenen Bauprojektes für die Kurstadt.
Dann wurde es sportlich. Marco Völler, ehemaliger Profi-Basketballer der Frankfurt Skyliners, gab den Ehrengästen eine kurze Einweisung wie man den Ball aus kürzerer Distanz in den Korb befördert. Der Absolvent der accadis-Hochschule machte seine Sache wohl ziemlich gut. Denn bei der Aktion „Körbe für den guten Zweck“ sollten die Ehrengäste ihre Treffsicherheit unter Beweis stellen. Nach dem kurzen Coaching hatten Professor Florian Pfeffel (Präsident accadis Hochschule), OB Alexander Hetjes, Oliver Klink (Vorstandsvorsitzender der Taunus Sparkasse), Maximilian Müllerleile (Schulleiter accadis International School), Klaus Rohletter (Vorstandsvorsitzender Albert Weil AG) ein Mitarbeiter der BGF+ Architekten, sowie eine Schülerin und ein Schüler fünf Minuten Zeit, möglichst viele Treffer zu landen. Das klappte mit 45 geworfenen Körben auch bestens. Jeder Treffer war 100 Euro wert, so dass sich eine stolze Spendensumme von 4500 Euro ergab. Diese wurde spontan von der Taunus Sparkasse und dem Bauunternehmen Albert Weil auf satte 10.000 Euro aufgestockt.
Der Erlös kommt dem accadis Bildungswald sowie dem Verein InSL zugute. Teamgeist, Tempo und Treffsicherheit unter dem Korb haben sich somit ausgezahlt.
Ex- Profibasketballer Marco Völler (Frankfurt Skyliners), Oberbürgermeister Alexander Hetjes, Christoph Kexel und Gerda Meinl-Kexel eröffnen die neue Halle.Foto: fk
accadis-Schülerinnen bei der Tanzvorführung in der neuen Sporthalle.Foto: fk

