Rotarier weihen im Libanon Schule für Flüchtlingskinder ein

Bad Homburg (a.ber). „Gute Stimmung unter Lehrern und Schülern, Tanz Spiel und Gesang“: Das ist es, was eine Delegation des Rotary Clubs Bad Homburg in der neugegründeten Schule in der libanesischen Bekaa-Ebene erleben durften. Die Delegation, an der Projektinitiator Erhard Krause und andere Rotarier teilnahmen, konnte sich davon überzeugen, dass die mehr als zwei Millionen US-Dollar, die für das Projekt „Hoffnung“ der Schulgründung in Majdal Anjar von Rotariern in ganz Deutschland gesammelt worden waren, den etwa 700 syrischen Kindern aus Flüchtlingslagern im Libanon nahe der syrischen Grenze nun zugute kommen. Bad Homburger Rotarier hatten damit das seit Jahren größte internationale Hilfsprogramm deutscher Rotarier auf die Beine gestellt.

Unter Mitwirkung des deutschen Botschafters im Libanon, Dr. Birgelen, ist die Schule nun am 28. März diesen Jahres offiziell eingeweiht worden, eine Sponsorentafel wurde enthüllt. „Wir konnten uns bei unserem Aufenthalt im Libanon davon überzeugen, dass sich die im November gestartete Schule nunmehr im ‚full swing‘ befindet“, sagte Erhard Krause. Es würden jetzt etwa 700 Schüler – jeweils zur Hälfte Mädchen und Jungen – von mittlerweile 33 Lehrern unterrichtet. Die neue Schule für die Flüchtlingskinder biete ihnen die Fächer Arabisch, Englisch, Mathematik, Naturkunde, Sozialkunde, Sport und Kunst an. Die meisten der Kinder müssten, so Krause, per Bus aus den Camps abgeholt und zur fünf Kilometer von der syrischen Grenze entfernten Schule in Majdal Anjar gefahren werden – aber auch das Transportproblem habe man nun gelöst.

Die Reise in den Libanon habe nach Aussage von Erhard Krause die Teilnehmer sehr beeindruckt. „Wir haben auf der Strecke auch Flüchtlingscamps besucht, die durch Unwetter überflutet worden sind. Mit Hilfe unseres libanesischen Kooperationspartners Basmeh & Zeitooneh konnten wir auch hier helfen.“ Für den Oktober 2019 planen die Bad Homburger Rotarier bereits eine zweite Reise für ihre Mitglieder in den Libanon. „Es ist schön zu sehen, dass die oft traumatisierten und verängstigten Kinder in der neuen Schule nun durch Bildung ein besseres Leben vor sich haben“, so der Projektinitiator Erhard Krause, der mit den Teilnehmern der Reise auch den Schulunterricht besuchen konnte. An dem Schulprojekt „Hoffnung“ in Majdal Anjar beteiligen sich zwölf Rotary Clubs sowie Rotary-Organisationen aus Österreich, dem Libanon und den USA. Auch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit in Berlin unterstützt das Projekt.

Bei der Eröffnung der Schule in der libanesischen Bekaa-Ebene wird eine Sponsorentafel enthüllt. Foto: privat

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