Die „Smart Card“ als Schlüssel für die Stadt

Vision für die „Future City“: Kein lästiges Anstehen mehr am Kassenautomaten, kein Wühlen nach dem Parkticket und den passenden Münzen. Stattdessen kontaktlos bezahlen. Foto: js

Bad Homburg (js). Schon lästig manchmal, dieses ewig nervende Procedere im Parkhaus. Wo ist das Ticket, wo ist überhaupt der Kassenautomat und wo ist das passende Kleingeld zum Bezahlen? Und dann auch noch die lange Menschenschlange vor der Kasse nach dem Kinobesuch oder im Einkaufstrubel an Samstagen etwa. Kein Problem in der „Future City“, der Stadt der Zukunft, wie CDU-Fraktionschef Dr. Oliver Jedynak beim Jahresempfang der Aktionsgemeinschaft vor ein paar Wochen gelernt hat. Am Beispiel der Stadt Langenfeld wurde da erläutert, wie man mit einer „Smart-Card“ lässig in ein Parkhaus ein- und ausfahren und kontaktlos bezahlen kann. Abrechnung per Lastschrift, wenn der Besuch im Parkhaus schon längst wieder vergessen ist.

Das mit der Smart-Card könnte doch in der Kurstadt auch funktionieren, findet die Koalition aus CDU und SPD. Und den Homburgern das Parken im Parkhaus ein wenig erleichtern. Die smarte Idee ist angekommen, das Stadtparlament hat in seiner jüngsten Sitzung mit großer Mehrheit den Magistrat beauftragt, die Idee vom „Stadtschlüssel“ auf Basis des Langenfelder Modells eingehend zu prüfen. Als „Musterbeispiel“ könne das erfolgreiche Projekt dienen, von der Größenordnung ist die Stadt im Rheinland nahezu identisch mit Bad Homburg. Eine „charmante Idee“, so Jedynak bei seiner Werbung für das Parkhaus der Zukunft. Charmant auch deshalb, weil der Stadtschlüssel, wie die Langenfelder ihre Smart-Card nennen, es auch ermöglicht, bei teilnehmenden Händlern Rabattpunkte für Vergünstigungen beim Parken oder der ÖPNV-Nutzung zu erhalten.

Eine runde Sache

Hier kommt die Aktionsgemeinschaft ins Spiel, die laut Antragstext der Koalition bei der Prüfung des Anliegens mit dem Magistrat zusammenarbeiten soll. Und mit der Kur- und Kongress-GmbH und dem City Management, damit es eine runde Sache werde, von der nicht nur die Parker im Parkhaus profitieren würden. Von der positiven Unterstützung der Aktionsgemeinschaft ist auszugehen, sie hat die Smart-Card ja sozusagen an prominenter Stelle erstmalig ins Spiel gebracht.

Ihr Jahresempfang ist traditionell auch ein Marktplatz für den Gedankenaustausch unter den wichtigsten „Playern“ in der Stadt. Und die Kur- und Kongress-GmbH betreibt immerhin sieben Parkhäuser in der Stadt und dazu noch den oberirdischen Parkplatz an der ehemaligen Tennisbar gegenüber des Kaiser-Wilhelm-Bades. Es geht um über 2200 Stellplätze und über eine Million Euro, die jährlich in Münzen in die Kassenautomaten klackern.

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