SPD bestätigt Parteispitze und stimmt Koalitionsvertrag zu

Die SPD Bad Homburg hat bei ihrer Jahreshauptversammlung den bisherigen Vorstand mit großer Mehrheit im Amt bestätigt. Die wiedergewählte Vorsitzende Elke Barth mit Mitgliedern des neu gewählten Vorstands. Foto: SPD

Bad Homburg (hw). Die SPD Bad Homburg hat bei ihrer Jahreshauptversammlung den bisherigen Vorstand im Amt bestätigt und zugleich dem Koalitionsvertrag mit der CDU für die Zusammenarbeit im Stadtparlament zugestimmt. Entsprechend groß war das Interesse der Mitglieder: 43 der rund 230 Parteimitglieder waren ins Bürgerhaus Kirdorf gekommen.

In ihrem Jahresbericht blickte Parteichefin Elke Barth vor allem auf den zurückliegenden Kommunalwahlkampf zurück. Die Partei sei gut vorbereitet in die Wahl gegangen und habe für ihre Kampagne sowie die Spitzenkandidatur von Stadtrat Tobias Ottaviani viel Zuspruch erhalten. Besonders hob Barth die Arbeit des Social-Media-Teams mit Ahmed Alkan, Henry Praum und Tobias Ottaviani hervor. Mit einer verstärkten Präsenz auf Facebook, Instagram und anderen Plattformen habe die SPD neue Akzente gesetzt und damit auch über die Stadtgrenzen hinaus Aufmerksamkeit erregt.

Trotz schwieriger Rahmenbedingungen sei es gelungen, das Ergebnis der vorherigen Kommunalwahl nahezu zu halten. Mit einem Minus von lediglich 0,3 Prozentpunkten verlor die SPD jedoch einen Sitz in der Stadtverordnetenversammlung. Die Zahl der Magistratsmitglieder konnte nach Angaben der Partei gehalten werden, ebenso die Stärke in den meisten Ausschüssen.

Mit Blick auf die politische Entwicklung äußerte Barth zugleich Sorge über den wachsenden Zuspruch für rechtsextreme Parteien. Die SPD sehe sich in der Verantwortung, mit bürgernaher Politik und einem klaren Bekenntnis zur Demokratie gegenzusteuern.

Anschließend berichtete die Fraktionsvorsitzende Dr. Simone Farys-Paulus über die Arbeit der SPD-Fraktion und deren Initiativen im Stadtparlament. Stadtrat Tobias Ottaviani betonte in der Aussprache, dass viele Bürger die Arbeit der SPD vor Ort positiv bewerteten, auch wenn er sich ein stärkeres Wahlergebnis gewünscht hätte.

Bei den turnusgemäßen Vorstandswahlen sprachen die Mitglieder der Parteiführung erneut ihr Vertrauen aus. Sämtliche Vorstandsmitglieder wurden mit großer Mehrheit wiedergewählt. Für die bisherigen Beisitzer Laurence Thomm und Henry Praum, die ihre Ämter aus beruflichen Gründen niederlegten, rückten Miriam Gerstendörfer und David Neumann in den Vorstand nach.

Auch der Koalitionsvertrag mit der CDU erhielt die Zustimmung der Mitgliederversammlung. Nach kurzer Diskussion votierten die Anwesenden einstimmig bei drei Enthaltungen für die Vereinbarung. Ein Antrag von Günther Stiller zum geplanten Umspannwerk bei Ober-Erlenbach wurde hingegen mit deutlicher Mehrheit abgelehnt.



X