SPD: Streuobstwiesen besser fördern

Bad Homburg (hw). „Die längst überfällige Modernisierung der Streuobstwiesen-Förderungsrichtlinie wird jetzt endlich angegangen“, freuen sich die SPD-Stadtverordneten Beate Denfeld und Dr. Thomas Kreuder. Wie sie erläutern, wird der Magistrat beauftragt, die entsprechende Richtlinie zu überarbeiten und dabei die Kaufpreisförderung auf 50 Euro und das Pflegegeld beziehungsweise die Förderung für Erhaltungsschnitte auf jeweils 30 Euro anzuheben.

„Im Augenblick stehen noch die Umrechnungswerte von D-Mark in Euro in der Richtlinie“, kritisiert Denfeld und ergänzt: „Bei der Kaufpreisförderung erreichen wir nun fast eine Verdoppelung.“ Dies entspreche der Preissteigerung für Hochstammbäume. Die bestehende Richtlinie stamme noch aus dem Jahr 1992.

„Viele der Obstbäume, die vor etwa 100 Jahren gepflanzt wurden, sind in die Jahre gekommen und müssen, wenn die wertvollen, landschaftsprägenden Biotope an den Ortsrändern erhalten werden sollen, durch Nachpflanzungen ersetzt werden. Mit großem Engagement und viel Arbeitseinsatz haben Bürger unserer Stadt bereits Nachpflanzungen vorgenommen und alte und neue Bäume übers Jahr hinweg gepflegt. „Diese Aktivitäten müssten ausgeweitet werden,“ fordert Dr. Kreuder.

Bei der Erarbeitung der neuen Richtlinie soll auch geprüft werden, ob bei der Neuanlage die Verpflichtung zur Pflanzung von mindestens zehn Bäumen bei mindestens 100 Qua-dratmetern je Baum ersetzt wird durch die Formulierung: „100 Quadratmeter Grundfläche pro Baum.“ Durch diese Änderung könnten auch kleine Vorhaben mit weniger als zehn Bäumen und insbesondere die kontinuierlich Verjüngung und Nachpflanzung unterstützt werden, so die SPD.

„Wir wollen, dass jedes Engagement für den Erhalt unserer Streuobstwiesen gewürdigt wird, auch bei weniger als zehn Bäumen und auf kleineren Flächen. Jeder Baum zählt!“



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