Bad Homburg (hw) – Am Mittwochmittag, 29. Juli, machten Handwerker an einer Bad Homburger Haustür unseriöse Geschäfte. Gegen Mittag klingelte es an der Tür eines Haushalts in der Innenstadt. Drei Männer boten an, die Regenrinne des Hauses zu sanieren. Diese Leistung würde die Bewohner lediglich 120 Euro kosten. Nachdem die „Handwerker“ eine Rinne dilettantisch angebracht hatten, forderten sie knapp 4.000 Euro für die erbrachte Leistung. Dabei zeigten sich die drei Männer verbal hochgradig aggressiv und bedrohlich, sodass die Bewohner letztendlich die geforderte Summe zahlten. Mit dem Geld fuhren die Männer in einem weißen Sprinter mit polnischem Kennzeichen davon. Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen Betrugs und Nötigung. Haustürgeschäfte bergen oft verschiedene Risiken. Vermeintliche Schnäppchen locken potenzielle Kundinnen und Kunden, die im Nachhinein feststellen müssen, dass die versprochenen Arbeiten nicht fachgerecht oder gar nicht ausgeführt wurden – und wenn, dann zu einem viel höheren Preis als vereinbart. Man sollte das jeweilige Unternehmen gründlich prüfen, bevor man Arbeiten in Auftrag gibt, mehrere Angebote einholen, alle Vereinbarungen vertraglich festhalten und sich vor allem nicht unter Druck setzen lassen. Wer unaufgefordert klingelt und Arbeiten anbietet, die nur sofort und gegen direkte Barzahlung ausgeführt werden können, führt selten Gutes im Schilde. Im Zweifelsfall sollte immer die Polizei angerufen werden, insbesondere dann, wenn man an der Haustür gezwungen wird, eine viel zu hohe Rechnung direkt zu bezahlen.
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