Il-Jin Atem Choi: offenes Labyrinth
Foto: Stadt Bad Soden
Bad Soden (bs) – „Sukzessive Approximation“ – eine beeindruckende Einzelausstellung des renommierten Künstlers Il-Jin Atem Choi – ist vom 30. August bis 26. Oktober in der Stadtgalerie im Badehaus zu sehen.
Über den Künstler
Il-Jin Atem Choi wurde 1981 in Moers geboren und lebt und arbeitet seither in Frankfurt am Main. Nach einem Studium in International Business an der Universität Maastricht wandte er sich der Kunst zu und studierte an der Städelschule in Frankfurt als Meisterschüler von Tobias Rehberger. 2022 wurde ihm das Künstlerstipendium der Stiftung Kunstfonds zugesprochen.
Zu dieser Ausstellung
Mit der Arbeit von Atem Choi knüpft der Verein Taunus Art Club an frühere Ausstellungen mit Schülern von Professor Heiner Blum an, da Atem Chois Arbeit auch ausgehend vom Graffiti sein eigenes, markantes künstlerisches Vokabular entwickelt: Es verschränken sich grafische Schrift-Experimente mit wellenförmigen Bewegungssuggestionen, die räumlich wirken und in sich selbst reflektierend bis ins Unendliche zu zirkulieren scheinen.
Der Titel „Sukzessive Approximation“ verweist auf eine Technik schrittweiser Annäherung – analog zur mathematischen Methode, komplexe Fragen Schritt für Schritt zu lösen. Dabei zeigt sich die Linie als zentrales Ausdrucksmittel: Sie schafft Bewegung, Raum, Form – ohne narrativen Ballast, konzentriert auf ästhetische und formale Wirkung.
Warum sie sehenswert ist
Diese Ausstellung knüpft an verschiedene Kunstfindungsexperimente an – wie etwa Heiner Blums soziologische Erkundungen im öffentlichen Raum und andere Initiativen des Taunus Art Clubs – und zugleich eröffnet Atem Choi neue, sensible Wege im Zusammenspiel von Raum, Linie und Dynamik. Die ausgestellten Werke öffnen Spielräume für Wahrnehmung, bringen den Betrachter in einen Dialog mit der Bewegung der Bilder, die versuchen, mit dem Sichtbaren das Unsichtbare zu erschließen.
Vernissage
Die Vernissage beginnt am Freitag, 29. August, um 19 Uhr in Anwesenheit des Künstlers mit der Begrüßung durch Bürgermeister Dr. Frank Blasch und einer Einführung von Dr. Andreas Honneth.
Der Eintritt ist frei.
Die Ausstellung kann jeweils mittwochs, samstags und sonntags von 15 bis 18 Uhr besucht werden.