Menschen für die Hospizarbeit gewinnen – das Café Zuversicht hat seine Pforten geöffnet

Das Hospizcafé soll ein Ort des Austauschs sein: Andreas Valbert, hauptamtliche Hospizfachkraft, und die Mitarbeiterinnen der „Quelle“ (von li.) Martina Wegmann, Wiebke Liebold Steinfatt, Martina Werner und Ruth Müller sowie freuen sich über Besucher.Foto: Robert Beyer

Bad Soden(rb) – Am vergangenen Sonntag öffnete das Café Zuversicht in Bad Soden zum ersten Mal seine Türen. Das Angebot des ambulanten Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienst (AHPB) „Die Quelle“ richtet sich sowohl an Betroffene und Angehörige als auch Menschen, die sich für die Hospiz- und Palliativarbeit interessieren.

Der Name ist Programm

Andreas Valbert, der Koordinator des Hospizdienstes, und die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen sorgten in den Räumlichkeiten des AHPB im Wiesbadener Weg 2a bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen für eine entspannte Gesprächsatmosphäre. Die Eröffnung des neuen Hospizcafés soll dabei helfen, die Angebote des Beratungsdienstes noch bekannter zu machen.

Die Idee dazu sei intern entstanden, erzählt Martina Werner. Als man darüber nachgedacht habe, wie man die Öffentlichkeitsarbeit verbessern könnte, sei man darauf gekommen, ein Café zu eröffnen. Der Name „Café Zuversicht“ ist Programm. „Es ist kein Trauercafé, sondern ein Ort des Austauschs. Hier kann man sich informieren, aber auch über Alltägliches sprechen – ganz offen.“ In einer Gesellschaft, in der das Lebensende selten thematisiert werde, wolle man dem Thema in einer lockeren und entspannten Atmosphäre „die Schwere nehmen“, fügt Martina Wegmann hinzu. Gleichzeitig hoffe man, durch das Format auch neue Menschen für die Hospizarbeit zu gewinnen. Das Hospizcafé richte sich an alle, die einen Ort des Austauschs suchen oder sich unverbindlich über die Arbeit des Beratungsdienstes informieren möchten.„Wir schauen jetzt erst mal, wie das angenommen wird.“ Zwei weitere Termine im Juli und November seien aber bereits geplant. „Wahrscheinlich wird das zu einem festen Angebot“, so Andreas Valbert.

Bis zuletzt leben können

Der Hospiz- und Beratungsdienst „Die Quelle“ unterstützt schwerstkranke und sterbende Menschen und ihre Angehörigen in Bad Soden und Umgebung seit mehr als 25 Jahren durch Palliativberatung, Hospiz- und Trauerbegleitung. „Die Quelle“ ist ein Zusammenschluss von engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die in ihrer Freizeit ehrenamtlich Menschen mit einer weit fortgeschrittenen Krankheit, die meist nur noch eine begrenzte Lebenserwartung haben, und Sterbende auf dem letzten Abschnitt ihres Lebenswegs begleiten sowie deren Angehörigen beistehen und unterstützen.

In der Selbstdarstellung der Quelle heißt es: „Unser Anliegen ist es, ein menschenwürdiges Sterben, vorzugsweise in der gewohnten Umgebung zu Hause oder in einer Pflegeeinrichtung zu ermöglichen. Wir möchten dazu beitragen, dass alle Menschen nicht nur in Frieden sterben, sondern auch bis zuletzt leben können. Als Ambulanter Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienst bieten wir über die ehrenamtliche Begleitung hinaus durch unsere hauptberufliche Palliativfachkraft sowohl die Beratung bezüglich palliativ-pflegerischer Maßnahmen als auch die Vermittlung von Hilfsangeboten an. Eine Trauerbegleitung für Hinterbliebene ist ebenfalls Teil unserer Arbeit.“

Die Angebote sind kostenfrei und werden überwiegend aus Spenden finanziert. Die nächste Veranstaltung des Beratungsdienstes findet am 21. März in Form eines „Letzte Hilfe“ Kurses statt. Der AHPB ist montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 06196 9523314 erreichbar.

Mehr Infos unter ahpb-diequelle.de



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