Steffi von Landenberg und Fiona Gehring (Kommunikation und Marketing) hatten ein offenes Ohr für die Ideen und Anliegen der Besucherinnen und Besucher Foto: Scholl
Bad Soden (Sc) – Am vergangenen Samstag wurde der Messer-Platz am Bad Sodener Bahnhof zu einem Treffpunkt der Fahrradfreunde. Gemeinsam mit dem ADFC hatte die Stadt Bad Soden ein Programm zum Thema „Fahrrad und Stadtradeln“ auf die Beine gestellt, das nicht nur interessant, sondern auch informativ und kurzweilig war.
Kooperationspartner mit Ideen
Die Aktion auf dem Messer-Platz war die Auftaktveranstaltung für das diesjährige „Stadtradeln“, das vom 1. bis 21. Mai möglichst viele Bürgerinnen und Bürger dazu anregen soll, auf das Rad umzusteigen und so Kilometer für ein ausgewähltes Team zu sammeln. Fiona Gehring, Stadtradeln-Koordinatorin, konnte sich an diesem sonnigen Tag über regen Zuspruch für den Aktionstag freuen, der nicht ganz zufällig am Tag nach dem Radklassiker „Eschborn-Frankfurt“ stattfand. Neben einem Informationsstand der Stadt und einem Info-Tisch zum Thema „RuF!Rad- und Fußkonzept“ hatte der Kooperationspartner ADFC Bad Soden unter anderem einen Parcours gestaltet, auf dem Alt wie Jung ihr Können auf dem Fahrrad testen konnte. Ebenfalls mit von der Partie war der Präventionsrat des Main-Taunus-Kreises (Fahrradcodierung) sowie die Sicherheitsberaterinnen und -berater der Stadt Bad Soden, die mit Informationen rund um das Thema Sicherheit zur Verfügung standen.
Stadtradeln leicht gemacht
Wer beim „Stadtradeln“ dabei sein möchte, kann sich in der entsprechenden App mit einem neuen Team anmelden oder sich alternativ einem bestehenden Team anschließen. In der Zeit vom 1. bis 21. Mai werden dann die mit dem Fahrrad gefahrenen Kilometer gesammelt und am Schluss der Aktion wird die Siegermannschaft gekürt und mit einem Preis ausgezeichnet. Besonders interessant ist die – in der Stadtradeln-App zu aktivierende – optionale GPS-Funktion. Wird diese von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aktiviert, so können die mit dem Rad gefahrenen Wege (einschließlich Geschwindigkeit, Nutzungshäufigkeit, Stopps etc.) von der Stadt ausgelesen und direkt in die Entwicklung des „RUF! Rad- und Fußkonzepts“ übernommen werden. Da die App in diesem Jahr ein „Upgrade“ erfahren hat, gab es nach Aussage von Fiona Gehring zahlreiche Nachfragen der Nutzer zur Neuinstallation. Auch für die neu in der App implementierten „Teamnews“ interessierten sich die Bürgerinnen und Bürger vermehrt.
RuF! profitiert von Stadtradeln
Der Infostand zum „RuF! Rad- und Fußkonzept“ wurde von Tim Burkholder betreut, der auch gleichzeitig Projektleiter dieses zukunftsweisenden städtischen Konzeptes ist. Auch Burkholder freut sich über die Möglichkeit, die von den Nutzern freiwillig zur Verfügung gestellten Daten aus der Stadtradeln-App für die Verbesserung das RuF!-Konzept nutzen zu können – ansonsten baut die Stadt natürlich auf die direkte Bürgerbeteiligung über die Webseite der Stadt Bad Soden. „Die App-Daten standen uns bereits in den vergangenen Jahren zur Verfügung und haben maßgeblich dazu beigetragen, dass das Konzept so erfolgreich erstellt werden konnte“, so Burkholder. Ansonsten konnte auch er sich über zahlreiche Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern freuen und viele weitere und gute Ideen sammeln. Allerdings gehört es auch zu seinen Aufgaben zu erklären, warum sich manche gute Idee auch nicht umsetzten lässt – sei es aus baulichen oder auch verkehrstechnischen Gründen.
Fahrradcodierung
Sicherheit hat oberste Priorität und zur Diebstahlsicherung ist die Codierung des eigenen Fahrrades eine der besten Möglichkeiten – denn wenn das Rad tatsächlich gestohlen wird, kann der Besitzer immer über den eingravierten Code ausfindig gemacht werden. Zwar war eine vorherige Anmeldung zu dieser Aktion notwendig (Eigentumsnachweis und persönliche Daten müssen vorliegen), aber wer die entsprechenden Unterlagen am Samstag dabei hatte, konnte sein Rad ebenfalls mit einem Code gravieren lassen. Ca. 40 Codierungen wurden am Samstag vorgenommen – eine schnelle und sichere Sache, die auch dabei hilft, Diebstähle zu vermeiden.
Partnerschaft mit dem ADFC
Ebenfalls vor Ort war der ADFC Bad Soden, auch gerne als „Fahrradlobby“ bezeichnet, was aber nicht negativ zu verstehen sein sollte. Der ADFC setzt sich als verkehrspolitischer Verein und weltgrößter Interessenverband von Radfahrenden seit vielen Jahren für eine konsequente Förderung des Radverkehrs ein. Auf dem Messer-Platz hatte der Verein einen umfangreichen Fahrradparcours eingerichtet, auf dem jeder sein Können beim Radfahren testen konnte: Enge Kurven und kippelige Wippen waren ebenso zu meistern wie Stoppzeichen und schmale Gassen. Daneben wurde die Möglichkeit zu einem kostenlosen Fahrradcheck geboten. Dabei überprüfte Clemens Rabe unter anderem die Bremsen, die Schaltung, Rahmen und Zubehör oder auch das Licht und den Dynamo. Zum Befund gab es eine Checkliste, die als Grundlage für den Besuch beim (reparierenden) Fahrradhändler dienen konnte. Birgit Buberl betreute derweil den Informationsstand des ADFC Bad Soden, verteilte Infobroschüren und stand für Fragen „rund um das Radfahren“ zur Verfügung. Präsentiert wurde unter anderem auch das Radtourenprogramm des ADFC Main-Taunus und es gab Tipps zur Fahrradpflege. Wer sich für deutschlandweite Radtouren interessiert, dem sei abschließend die Broschüre „Deutschland per Rad entdecken“, die gerade neu aufgelegt wurde, ans Herz gelegt.


