Bad Soden (bs) – Unter dem Titel „Frauen.Macht.Kommunalpolitik“ diskutierten am Donnerstagabend vergangener Woche auf Einladung des SPD-Ortsvereins Bad Soden engagierte Kommunalpolitikerinnen über gleichberechtigte Teilhabe, politische Verantwortung und notwendige Veränderungen auf kommunaler Ebene.
Im Mittelpunkt des Abends stand eine Podiumsdiskussion mit der Glauburger Bürgermeisterin Henrike Strauch, Dr. Martina Helmerich (Fraktionsvorsitzende der SPD Bad Soden) und Penelope Guckler (Jusos Hofheim). Zuvor hatte Strauch in einem persönlichen Impulsvortrag Einblicke in die Gleichstellungspolitik im Allgemeinen und den politischen Alltag von Frauen in Führungspositionen im Besonderen gegeben.
Dr. Martina Helmerich machte deutlich, warum mehr Frauen in die Politik gehören: „Solange Gremien nicht die Vielfalt unserer Gesellschaft abbilden, fehlen wichtige Perspektiven. Wer Gleichstellung will, muss sie politisch mitgestalten – nicht nur fordern.“ Es reiche nicht, wenn Frauen mitreden – sie müssten mitentscheiden. Wer nicht vertreten ist, bleibe politisch unsichtbar, erklärte die Vorsitzende der Jusos Main-Taunus, Penelope Guckler aus Hofheim.
Die Diskussion mit den zahlreichen Gästen im Badehaus beleuchtete unter anderem die geringe Zahl weiblicher Bürgermeisterinnen (nur 7,8 % in Hessen), die Belastung durch Ehrenämter und die Rolle von Netzwerken. Alle Teilnehmerinnen waren sich einig: Mehr Vielfalt führt zu besseren Entscheidungen – gerade auf kommunaler Ebene. Frauen seien auch offen für die Zusammenarbeit mit anderen Parteien der demokratischen Mitte. Mit Blick auf die Kommunalwahl im März 2026 lautete der gemeinsame Appell: Demokratie braucht weibliche Perspektiven – auf den Listen, in den Parlamenten und in den Köpfen. Moderiert wurde die gelungene Veranstaltung von Laura Kamisli aus Bad Soden. Nach dem offiziellen Teil nutzten die Gäste die Gelegenheit zum weiteren vertiefenden Gespräch.
