100 Kilo Müsliriegel für mehr als 3.400 Läufer

Eschborn (ew). Um 16.57 Uhr am Sonntagnachmittag war es geschafft: Alle acht Läufe des Eschathlons 2026 waren absolviert, Urkunden, Medaillen ausgegeben, die Siegerinnen und Sieger mit Pokalen geehrt – und auch die 360-Grad-Arena auf dem Eschenplatz und das Meldebüro wieder aufgeräumt, Start und Zielbögen fürs nächste Mal eingepackt. Müde, aber hochzufrieden konnte der Vorstand des ausrichtenden SVE Eschathlon und das gut 30-köpfige Organisationsteam des Stadtlaufvereins eine erste Tagesbilanz ziehen.

Dabei mussten die Organisatoren bis Donnerstagnachmittag noch wegen einer unerwarteten Baustelle in der Hauptstraße unmittelbar vor dem Eschenplatz zittern. „Wir sind sehr dankbar und froh, dass dieses Problem so schnell und tatkräftig gelöst wurde. Danke an die Stadt Eschborn und die beteiligten Baufirmen. Ohne deren Einsatz wäre das zu einem richtigen Problem für uns und unsere Läuferinnen und Läufer geworden“, bedankte sich Vereinsvorsitzender Jürgen Wrona.

So konnte Bürgermeister Adnan Shaikh am Sonntag um 8.15 Uhr den Startschuss für den ersten Wettbewerb – traditionell ist das der Halbmarathon – geben, angefeuert vom Vereinsmaskottchen Eschi und den brasilianischen Sambatrommlern der Gruppe „Bloca da Gringa“. Im Lauf des Vormittags füllte sich der Eschenplatz während der weiteren Laufwettbewerbe mit immer mehr Zuschauerinnen und Zuschauern. Im Programm waren dieses Mal neben dem Halbmarathon Läufe über zehn und fünf Kilometer, zwei Schüler-Läufe, der Bambini-Lauf für die Kleinsten und der „FIT-Walk“ über fünf Kilometer sowie der 20-Kilometer-Staffellauf. Insgesamt hatten sich rund 3.400 Läuferinnen und Läufer angemeldet, was den Eschathlon zu einem der größten Lauf-Events im Main-Taunus-Kreis macht.

„Als um 10 Uhr die Zehn-Kilometer-Läuferinnen und -Läufer gestartet sind, habe ich erst mal tief durchgeatmet“, erzählt die zweite Vorsitzende Sibylle Stein. „Wir waren sehr gespannt, wie der Wechsel auf den Eschenplatz funktioniert und ob unser neu konzipierter Aufbau mit Start-/Zielbereichen, Bühne, Versorgung, Getränkeständen und Technik so aufgeht, wie wir es geplant hatten.“ Umso schöner sei es gewesen zu sehen, dass alles gut geklappt hat.

Trotz des Umzugs auf den Eschenplatz und den damit verbundenen Änderungen ist die Premiere des Eschathlons auf dem Eschenplatz nach Angaben des Stadtlaufvereins gelungen. Das Wetter hat allerdings nur einigermaßen mitgespielt. Dank der kühleren Temperaturen hatten aber auch die Sanitäter des ASB kaum etwas zu tun.

Allein 80 Streckenposten

Möglich wurde auch dieser 13. Eschathlon nur, weil viele Menschen sich ehrenamtlich beteiligten: Schon am Freitagmorgen um 8 wurde das Packen der Läuferbeuteln vorbereitet: Mehr als 20 Helferinnen und Helfer waren viele Stunden damit beschäftigt, 25.000 Einzelteile in 3.400 Beutel zu packen – darunter allein 100 Kilo Müsliriegel. Der Aufbau des Eschenplatzes startete dann am Samstag mit zehn Helferinnen und Helfern und ging am Sonntagmorgen um 6 Uhr weiter.

„Der Aufbau ist einerseits technisch anspruchsvoll und andererseits körperlich wirklich fordernd“, erläutert Sibylle Stein: Allein der Zielbogen brauche fünf kräftige und gut trainierte Menschen. Und auch beim Verteilen der drei Tonnen Wasser und 20.000 Becher auf die Wagen waren starke Arme gefragt, bevor alles an die mit 40 Helfern besetzten Wasserstände ging. Insgesamt sicherten 80 Streckenposten im ganzen Stadtgebiet die Strecke ab.

Abschließend resümierte Jürgen Wrona: „Am Ende sind wir eine Mannschaft mit über 250 Helferinnen und Helfern. Das macht den Eschborner Halbmarathon aus, dass wir ganz viel selbst stemmen.“ Darüber hinaus seien auch die Unterstützung der Stadt Eschborn, vor allem des Bauhofs, und die Sponsoren „tragende Säulen des Eschathlons“.

Schier endlos war am Sonntagvormittag die Schlange der Läufer auf der Strecke durch Eschborns Wiesen und Felder. Insgesamt nahmen an den verschiedenen Wettbewerben des Eschathlons in diesem Jahr rund 3.400 Läuferinnen und Läufer teil.Foto: te

Viel Spaß hatten die Kleinsten beim Bambini-Lauf, der wieder einer der Höhepunkte des Eschathlons war. Foto: te

Nach der ersten Runde liefen die Halbmarathonläufer schon einmal „probeweise“ durch den Zielbogen am Eschenplatz. Foto: Stadtlaufverein

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