FDP fordert Zahlen zur Wärmeplanung

Eschborn (MS). Die FDP-Fraktion verlangt mehr Transparenz bei den Kosten der kommunalen Wärmeplanung in Eschborn. Mit einem Antrag an die Stadtverordnetenversammlung will sie erreichen, dass der Magistrat die finanziellen Folgen der geplanten Wärmeversorgung bis zum 31. Dezember 2026 detailliert darstellt.

Nach dem Willen der Liberalen sollen die Kosten noch vor weiteren Entscheidungen über den Ausbau der Wärme-Infrastruktur offengelegt werden. Die Stadt soll dabei nachvollziehbar und auf Grundlage plausibler Annahmen darstellen, welche finanziellen Belastungen auf die Kommune sowie auf Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer zukommen könnten. Konkret fordert die FDP eine Schätzung der Netzentgelte beziehungsweise der Kosten für den Ausbau öffentlicher Wärmenetze. Zudem sollen die durchschnittlichen Hausanschlusskosten je Wohneinheit sowie die voraussichtlichen Energiekosten pro Kilowattstunde ermittelt werden. Die Angaben sollen getrennt für zentrale und dezentrale Wärmeversorgungslösungen erfolgen. Auch die Ergebnisse der Ausschreibung zur Wärmelieferung für das Wiesenbad sollen in die Berechnungen einfließen.

Zur Begründung verweist die FDP auf die erheblichen Investitionen, die mit dem Ausbau der Wärmeinfrastruktur verbunden seien. Gleichzeitig gebe es noch „große Unsicherheiten“ über die tatsächlichen Kosten. Vor allem bei zentralen Versorgungssystemen wie Fernwärmenetzen würden in anderen Kommunen teilweise hohe Kosten diskutiert. Deshalb sei eine frühzeitige und belastbare Kostenschätzung notwendig.

Die Liberalen argumentieren, dass eine transparente Darstellung der finanziellen Auswirkungen die Grundlage für politische Entscheidungen bildet. Außerdem könnten sich Bürgerinnen und Bürger so frühzeitig auf mögliche Belastungen einstellen. Dies stärke Akzeptanz, Planbarkeit und Vertrauen in die kommunale Wärmeplanung.



X