Graue Wand ziert jetzt ein roter Apfel

Das bunte Apfelmotiv entwarf Hidemi Nakamoto im Kunstunterricht.

Eschborn (ew). Ein Projekt mit langem Vorlauf ist jetzt in Niederhöchstadt abgeschlossen worden. Schülerinnen und Schüler der Heinrich-von-Kleist-Schule (HvK) haben die Garagenwand hinter dem Glascontainer in der Steinbacher Straße mit einem großformatigen Apfelmotiv gestaltet. Initiiert wurde die Aktion vom Brauchtumsverein Niederhöchstadt.

Die Idee entstand bereits vor sechs Jahren. Dem Verein missfiel der Anblick der Garagenwand an der Sammelstelle für Altglas. Deshalb suchte Gerhard Wachinger schon 2019 den Kontakt zur Heinrich-von-Kleist-Schule. Der damalige Schulleiter – der heutige Bürgermeister Adnan Shaikh – unterstützte das Vorhaben und stellte sogar Mittel dafür in Aussicht. Durch die Corona-Pandemie und den späteren Wechsel in der Schulleitung geriet das Projekt jedoch ins Stocken. Hinzu kam, dass später weder die Schule noch der Verein die notwendigen Mittel für die Umsetzung aufbringen konnten. Eine Lösung fand sich schließlich über das Bürgerbudget der Stadt Eschborn. Mit den Fördermitteln konnte das Vorhaben realisiert werden. Für die künstlerische Umsetzung gewann der Verein den Kunstlehrer Paul Lins und seinen Kurs mit dem Schwerpunkt Wandmalerei. Die Schülerin Hidemi Nakamoto entwarf das spätere Motiv. Ihr Apfelbild überzeugte sowohl den Brauchtumsverein als auch die Stadtverwaltung.

Vor dem Malen musste die Wand vorbereitet werden. Ein Mitarbeiter der Stadt reinigte die Fläche mit einem Hochdruckreiniger. Anschließend wurde sie gestrichen und imprägniert. Die benötigten Farben und Materialien besorgten Mitglieder des Brauchtumsvereins gemeinsam mit Paul Lins. Unterstützung kam dabei auch von einem Fachhändler aus Oberhöchstadt, der einen Preisnachlass gewährte.

Am vergangenen Donnerstag setzten schließlich 16 Schülerinnen und Schüler den Entwurf um. Von 9 Uhr bis 15.30 Uhr arbeiteten sie an der Garagenwand. Die hohen Temperaturen erschwerten die Arbeit. Umso wichtiger waren ausreichend Getränke und Pausen. Der Brauchtumsverein organisierte die Verpflegung mit Obst, Gemüse und Wassermelonen. Für eine zusätzliche Abkühlung sorgte eine Mutter, die den Beteiligten Eis spendierte.

Der Verein zeigt sich mit dem Ergebnis zufrieden. Das neue Wandbild soll künftig die Sammelstelle aufwerten und Passanten erfreuen. Bedauert wird lediglich, dass die beiden Garagentore nicht in die Neugestaltung einbezogen werden konnten. Nach Angaben des Vereins wäre dafür zunächst eine Reinigung der mit Graffiti beschmierten Tore erforderlich gewesen.

16 Schülerinnen und Schüler der HvK verschönerten am vergangenen Donnerstag mit Unterstützung des Brauchtumsvereins die Garagenwand.Fotos (2): Brauchtumsverein

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