Eschborn (ew). Die Stadtverordnetenversammlung hat am Donnerstag vergangener Woche beschlossen, erneut den Bedarf eines stationären Hospizes in Eschborn zu prüfen. Ein Änderungsantrag der Freien Wähler (FWE), etwas genauer zu prüfen, wurde allerdings abgelehnt.
Das bedauert die Wählergemeinschaft in einer Stellungnahme. „Mit unserem Änderungsantrag wollten wir erreichen, dass die geplante Prüfung nicht nur allgemein erfolgt, sondern sich gezielt mit den Voraussetzungen einer möglichen tatsächlichen Umsetzung auseinandersetzt“, heißt es in der Pressemitteilung. Aus Sicht der FWE reicht es nicht aus, ausschließlich den allgemeinen Bedarf oder die regionale Versorgungslage zu betrachten. Entscheidend sei vielmehr, ob und unter welchen Rahmenbedingungen ein stationäres Hospiz in Eschborn realistisch verwirklicht werden kann.
„Uns ging es darum, die Prüfung so auszurichten, dass die Stadtverordnetenversammlung am Ende eine belastbare Grundlage für spätere Entscheidungen erhält“, erklärt Carsten Sausner von der FWE. Man hoffe nun, dass die Verwaltung die angesprochenen Punkte dennoch in die Prüfung einbezieht. Dazu gehören insbesondere Gespräche mit möglichen Trägern, die Betrachtung geeigneter Rahmenbedingungen sowie die Frage, welche Voraussetzungen für eine Umsetzung erfüllt sein müssen.
Nur wenn diese Aspekte ausreichend berücksichtigt werden, könne am Ende eine Vorlage entstehen, auf deren Grundlage die Stadtverordnetenversammlung verantwortungsvoll über das weitere Vorgehen entscheiden kann. „Für uns bleibt das Ziel eines stationären Hospizes in Eschborn weiterhin von großer Bedeutung. Wir sehen darin einen wichtigen Beitrag für ältere und schwerstkranke Menschen, die ihre letzte Lebensphase möglichst in ihrer vertrauten Umgebung und nahe bei Angehörigen und Freunden verbringen möchten“, schreibt die FWE.