Eschborner Spitzen

Pöbeleien und Prozente

von Mathias Schlosser

Ob Christoph Ackermann damit Thomas Spriegel einen Gefallen getan hat? Einem politischen Gegner das Verhalten einer „politischen Dorfdirne“ zu unterstellen und ihn dann auch noch als „erbärmlich“ zu bezeichnen, ist genau dieses. Und wer so etwas als Orts- und Fraktionsvorsitzender öffentlich schreibt, verhält sich wie ein „poltitischer Dorfdepp“. Denn die Wählerinnen und Wähler sind nicht so dumm wie ebensolche und goutieren derart dumpfe Keilereien in der Regel an der Wahlurne nicht. Aufmerksamkeit lässt sich mit Pöbeleien immer erzielen, in Prozente münzt sich der Stil aber nur selten um. Andernfalls hätte die AfD längst die absolute Mehrheit.

Am Ende werden die Ausfälle Bürgermeisterkandidat Thomas Spriegel eher schaden als nutzen, denn auch wenn er sich als unabhängig bezeichnet, sitzt er schließlich immer noch im Eschborner FDP-Vorstand und haftet damit in den Köpfen der Menschen auch für die Äußerungen seines Vorsitzenden.

Und jenseits aller taktischen Überlegungen ist eines klar: Für diese Entgleisung ist eine Entschuldigung des FDP-Vorsitzenden fällig – spätestens nach der Bürgermeisterwahl.



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