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Eschborn (MS). Er war über Jahrzehnte eine der einflussreichsten Persönlichkeiten in Eschborn. Gleichwohl ist Horst-Günter Mitte Juni beinahe unbemerkt von der Öffentlichkeit verstorben. Bürgermeister Adnan Shaikh gab am vergangenen Donnerstag den Tod des langjährigen Stadtverordnetenvorstehers bekannt.
14 Jahre hatte Horst-Günter Döll das Eschborner Stadtparlament geleitet und hatte dabei den CDU-Bürgermeistern stets den Rücken frei gehalten. Außer in der Politik engagierte er sich in zahllosen Eschborner Vereinen. Einige von ihnen – wie die Interessengemeinschaft Handel und Gewerbe (IHG) – hat er gar selbst gegründet. Über Frankfurt hinaus war Horst-Günter Döll als langjähriger Vizepräsident der IHK Frankfurt bekannt und natürlich für sein Raumausstattungs-Unternehmen, das über Jahrzehnte seinen Sitz in Eschborn hatte.
Mit der so genannten „Briefkasten-Affäre“ endete 2011 Horst-Günter Dölls Karriere. Weil er dem seinerzeitigen CDU-Fraktionsvorsitzenden mit einer Schein-Adresse auf den Eschborner Wahlzettel verholfen hatte, musste er als amtierender Stadtverordnetenvorsteher einen Strafbefehl der Staatsanwaltschaft annehmen. Döll trat zurück, zog sich aus der Öffentlichkeit zurück und verließ später auch Eschborn. Nun ist er im Alter von 78 Jahren verstorben.
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