„Schwächung der Krankenhäuser“

Eschborn (ew). Die in Eschborn ansässige Hessische Krankenhausgesellschaft (HKG) kritisiert die Pläne der Bundesregierung, die sogenannte Meistbegünstigungsklausel ab 2026 auszusetzen. Dadurch würden die Budgets der Krankenhäuser auf 2,98 Prozent begrenzt – deutlich unter dem Anstieg der Personal- und Sachkosten. „Das bedeutet eine reale Unterfinanzierung und schwächt die Versorgung genau in dem Moment, in dem sie Stabilität und Vertrauen braucht“, sagt Steffen Gramminger, Geschäftsführer der HKG.

Krankenhäuser gehörten zur kritischen Infrastruktur und müssten auf verlässliche Finanzierung zählen können. Knapp 70 Prozent ihrer Ausgaben entfielen auf Personal und seien tariflich gebunden. Bundesweit sollen laut HKG rund 1,8 Milliarden Euro eingespart werden. „Wer den Kliniken Mittel entzieht, entzieht der Versorgung die Luft zum Atmen“, warnt Gramminger. Reformen müssten auf Kooperation und Planungssicherheit beruhen, nicht auf kurzfristigen Sparmechanismen.



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