Ein Ball der ganz besonderen Art wirft seine Schatten voraus

Friedrichsdorf (fw). Wenn am 31.Mai im Köpperner Forum der rote Teppich ausgerollt wird, heißt es wieder „Light Up“ – Licht an zur rauschenden Ballnacht. An diesem Tag lädt der Friedrichsdorfer Verein „Light Up“ etwa 70 Menschen mit Behinderungen, sowie ihre Familien zu einem ganz besonderen Event ein.

Der „Light Up-Ball“ findet seit 2012 alle drei Jahre statt und wird von den Mitgliedern des „Light Up-Vereins“ organisiert. Der Vorstand des Vereins, Julius von Arnim, Nadine Riedesel Freifrau zu Eisenbach und Felicitas Rohde-Kreutzer, freuen sich mindestens genauso wie ihre Gäste auf diesen außergewöhnlichen Abend.

Die drei Veranstalter kennen sich aus einem Freizeitcamp der hessischen Johanniter in Karben, welches seinen körperlich und geistig eingeschränkten Teilnehmern eine Woche Urlaub mit verschiedenen Freizeitaktivitäten ermöglicht. Aus diesen Erfahrungen entstand die Idee ein inklusives Event zu organisieren, bei dem es keine schrägen Blicke auf Menschen gibt, die sonst eher am Rande der Gesellschaft stehen. Ein Event, bei dem jeder er selbst sein kann und darf, bei dem es normal ist, verschieden zu sein und bei dem die Menschen gefeiert werden, die sonst eher weniger Beachtung bekommen. Denn trotz aller Bemühungen um Inklusion, ist es noch ein großer Schritt, diese wirklich zu leben.

So hat der „Light Up-Ball“ seit nun 13 Jahren die besondere Mission, mit Tanz, Musik und gutem Essen seinen Teilnehmern einzigartige und unvergessliche Stunden zu bereiten. Die Gäste werden mit luxuriösen Autos vor den roten Teppich gefahren, von Fans bejubelt und von Paparazzi abgelichtet. Nach einem Sektempfang folgt das Drei-Gänge-Menü, für das der neue Pächter René Hainke, der seit Ende Februar das Restaurant „Pinocchio“ führt, mit seinem Team sorgt, spielt die Band Hörsturz aus den Oberurseler Werkstätten, die anschließend von einem DJ abgelöst wird.

Um solch ein Event zu stemmen braucht es, außer vielen ehrenamtlichen Helfern, selbstverständlich auch viele Sponsoren. Es unterstützen die zwei Johanniter Hilfsgemeinschaften Frankfurt und Taunus, Maik Henkes von der Friedrichsdorfer Kanzlei PSH, Thomas Schwickart von dem Versicherungsbüro der ERGO in Seulberg, sowie das Autohaus Häuser. Besonders freut sich der Verein bei der Aktion „Herzensangelegenheiten“ der Asklepios Klinik in Langen gewonnen zu haben, bei der der „Light Up-Verein“ einen 1000 Euro Scheck überreicht bekommen hat. Auch der Friedrichsdorfer Bürgermeister Lars Keitel steht bereits zum wiederholten Mal dem Verein zur Seite und ist unter anderem hinter der Cocktailbar anzutreffen, um leckere alkoholfreie Cocktails zu mixen. Dank einem weiteren Sponsoring durch Luca’s Getränkemarkt können die Gäste hier aus vier verschiedenen Varianten wählen.



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