Freiwilige befreien Erlenbach vom Müll

Sprecher der Bachpaten, Helmut Blahak, verteilt Handschuhe, Greifzangen und Müllsäcke an die freiwilligen Helfer.Foto: bin

Friedrichsdorf (bin). Die illegale Müllentsorgung an den Ufern des Erlenbachs ist ein dauerhaftes Problem. Mehr als 30 freiwillige Bürger zogen gemeinsam gegen den Abfall zu Felde.

Ausgerüstet mit Handschuhen, Greifzangen und Müllsäcken säuberten sie den Bach sowie seine Ufer von der Ortsgrenze Ober-Erlenbach bis zur Autobahnbrücke der A5. Organisiert wurde die jährliche Bachreinigung von der Arbeitsgemeinschaft „Bachpatenschaft Friedrichsdorf“.

„Außer, dass wir heute unser Bestes geben, um den Erlenbach von möglichst viel Müll zu befreien, geht es auch darum, auf dieses Problem aufmerksam zu machen“, betonte der Sprecher der Bachpaten Helmut Blahak, während er die zahlreichen Helfer mit Handschuhen, Greifzangen und Müllsäcken ausstattete. Für die Zeit nach getaner Arbeit hatte er mit Unterstützung der Stadt einen kleinen Imbiss in der Alten Schule organisiert.

Seit vielen Jahren leitet er die Bachreinigung in Burgholzhausen und erlebt dabei jedes Jahr aufs Neue, was alles im Erlenbach entsorgt wird. „Früher hatten wir extra große Müllcontainer bestellt“, erinnerte sich Blahak, „In den letzten Jahren hat sich die Situation etwas gebessert, aber es wird immer noch viel zu viel im Erlenbach entsorgt.“

Bevor die fleißigen Helfer in kleinen Gruppen entlang der Bachufer loszogen, warnte Blahak noch vor dem erhöhten Wasserstand, der in den vergangenen Tagen bereits etwas zurückgegangen war. Dennoch sollte niemand in den Bach steigen und auch auf die Natur sei Rücksicht zu nehmen.

Außer den freiwilligen Bürgern beteiligen sich jedes Jahr auch Friedrichsdorfer Vereine an der Bachreinigung. Drei Mitglieder des Naturschutzbund Deutschland (Nabu) kümmerten sich um den Abschnitt Richtung der Autobahnbrücke der A5. Stück für Stück befreiten sie das Ufer von Verpackungsmaterial, Glas, Plastik, Styropor und vielem mehr. „Es ist erschreckend, was alles auf diese Weise entsorgt wird“, stellte der Nabu-Vorsitzende Klaus Peikert fest, „zudem wurde durch das Hochwasser in den vergangenen Wochen viel Müll den Bach weiter hinuntergespült.“ Als möglichen Verstärker dieses Problems sieht Peikert die eingeschränkte Annahme bestimmter Abfälle am Wertstoffhof. Da dort nicht mehr alle Materialien abgegeben werden können, erscheine die illegale Entsorgung manchem offenbar einfacher.

Die Abfallsäcke der fleißigen Helfer füllten sich schnell. Unermüdlich arbeiteten sie sich entlang der Ufer voran, bis auch der letzte Abschnitt vom Müll befreit war. Die vollen Säcke stellten sie anschließend an den Straßenrand, damit die Stadt Friedrichsdorf sie später einsammeln und ordnungsgemäß entsorgen konnte.



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