Friedrichsdorf. Zwei Wochenenden voller Brauchtum, Geselligkeit und guter Stimmung: Die Dillinger Kerb lockte auch in diesem Jahr zahlreiche Besucher ins Zentrum des Stadtteils und bot ein abwechslungsreiches Programm für Jung und Alt.
Bereits am Wochenende vor der eigentlichen Dillinger Kerb wurde bei der Vorkerb der Grundstein gelegt: Beim traditionellen Kerbbaumaufstellen kamen viele Helfer zusammen, um das Fest gebührend vorzubereiten und gemeinsam in die Kerbezeit zu starten. Und die Kerb war auch am richtigen Kerbewochenende nicht zu übersehen. Direkt am Ortseingang aus Bad Homburg kommend sorgte die Puppe „Roljuh“ inmitten des Kreisels dafür, dass jeder auf die Kerb aufmerksam wurde.
Der offizielle Startschuss zur Kerb fiel am Freitag mit der feierlichen Eröffnung am frühen Abend. Hier gab es viele Ehrungen und die Weihe der Kerbeburschen – ein wichtiger Moment, der nicht nur für die Beteiligten, sondern auch für viele Dorfbewohner eine besondere Bedeutung hat und den Zusammenhalt verdeutlicht. Nach einem Jahr Anwartschaft wurden Julian und Andi in den Kreis der Kerbeburschen aufgenommen. Direkt im Anschluss wurden neue Einwohner humorvoll bei der Neubürger-Taufe in das Stadtgeschehen aufgenommen – ein herzliches Ritual, das die Verbundenheit unter den Dillingern weiter stärkt.
Abends verwandelte sich der Festabschnitt dann noch in eine große Partyzone mit Kerbeburschen-DJs, bevor dann die Liveband „Deja-vu“ die Bühne übernahm und für ausgelassene Stimmung bis in die Nacht sorgte. Mit Schlagern, Oldies, Stimmungsliedern, Rock, Pop und Partymusik von gestern und heute erreichte die Band jeden Besucher.
Am Samstag ging es dann ab mittags weiter mit dem zweiten Tag der Kerb. Das beliebte „Krummgasskegeln“ am Nachmittag, bei dem „um die Kurve“ gekegelt werden musste, sorgte für sportliche Spannung und Spaß bei Zuschauern und Teilnehmenden gleichermaßen. Beim darauffolgenden Dillinger Fünf-Kampf nahm die Spannung auch nicht ab: Es traten verschiedene Teams in originellen Disziplinen gegeneinander an, bei denen viel Geschicklichkeit und Können gefordert war, ein Highlight für das Publikum und ein Beweis für die Kreativität des Veranstalterteams. Wer konnte die Gießkannen am präzisesten schubsen und wer war beim Schubkarrenrennen am besten? Wie am Vorabend heizten im Anschluss auch an diesem Abend DJs ein, bevor die achtköpfige Liveband „Keyout“ das musikalische Finale der diesjährigen Kerb setzte und mit vielen Pop- und Rocksongs überzeugte.
Außer dem breiten Programm, das alle Besucher der Kerb bestens unterhalten konnte, standen natürlich auch das Aufeinandertreffen und die Gemeinschaft im Fokus. Viele Sitzmöglichkeiten boten genug Platz zum Austausch und dabei konnten so einige Leckereien genossen werden. Auch ein Schießstand war vertreten. Einen besonderen Publikumsmagneten stellten außerdem die Geschwister Liberty und Laren Laxy dar, die an ihrem Stand über ihre Hilfe in Nepal informierten und so einiges an Spenden einnehmen konnten.
Mit viel Herzblut, Engagement und einer guten Portion Humor wurde die Dillinger Kerb wieder einmal zu einem rundherum gelungenen Fest – und macht schon jetzt Lust auf das nächste Jahr.
Ausnahmezustand in Dillingen: Hurra, die Kerb ist da!Foto: nel
Die Neubürgertaufe der Familie Harbig ist ein voller Erfolg.Foto: privat
Das beliebte „Krummgasskegeln“ darf bei der Dillinger Kerb nicht fehlen.Foto: Privat


