Das ist Magie: die Mona Lisa lächelt wieder

Von Felix Biner

Friedrichsdorf. Sehnsüchtig hatten viele Friedrichsdorfer auf diesen Moment gewartet: Der Magier und Mentalist Nicolai Friedrich kehrte ins Forum Köppern zurück. Er ließ Gegenstände schweben, zauberte der Mona Lisa ihr verschwundenes Lächeln zurück und las mühelos die Gedanken der Zuschauer. Was unmöglich schien, vollbrachte Friedrich an diesem magischen Sonntagabend und ließ das Publikum staunend und applaudierend zurück.

Nicht ohne Grund strömten die Friedrichsdorfer zur lang im Vorfeld ausgebuchten Veranstaltung „Nicolai Friedrich – Magier & Mentalist – Einzigartige Verblüffung“ ins Forum. Nicolai Friedrich ist einer der Besten, und dies hat er bereits mehrfach bewiesen. Im Jahr 2000 gewann Nicolai Friedrich die Weltmeisterschaft der Magier, in Fernsehshows verzauberte er deutsche Prominente wie Thomas Gottschalk und Stefan Raab, und er beeindruckte den Weltstar, den Magier David Copperfield, so sehr, dass dieser eines seiner Kunststücke „Das Lächeln der Mona Lisa“ kaufte. „Alles, was da gezaubert wird, funktioniert mit Fingerfertigkeit“, erzählte Nicolai Friedrich, „das denken zumindest die Meisten.“ Um dieses Vorurteil zu widerlegen, machte er mit den gespannten Zuschauern eine interaktive Übung. Alle streckten ihre Arme nach vorne, drehten sie und überkreuzten die Hände. Doch der weltbekannte Magier war der Einzige, der seine Daumen nach oben drehen konnte, ohne seine Hände zu lösen. Während alle noch versuchten, ihre Arme auseinander zu knoten, fuhr Friedrich schon mit dem nächsten Trick fort. Zuerst hatte ein Seil zwei Enden, dann drei, dann vier und dann gar keine mehr. Nach diesem erfolgreichen Einstieg widmete sich Nicolai Friedrich seinem zweiten unglaublichen Talent: Der Mentalmagie. Mühelos las er die Gedanken der Zuschauer. „Du denkst an einen Kreis und ein Dreieck und du an eine Katze namens „Tapsi““, erriet der Mentalist. Ein junger Zuschauer malte hinter dem Rücken des Magiers ein großes Bärenbild aus. Dabei konnte Nicolai Friedrich keinen Einfluss darauf nehmen, welche Farben der Junge für was benutzte. Zu aller Überraschung zog der Magier darauf einen riesigen Stoffteddy aus einem kleinen Paket, mit einer blauen Kappe, gelben Halstuch, roter Hose, grünem Hemd und orangenen Hosenträgern – so wie er auf dem Ausmalbild des Jungen abgebildet war. Danach widmete sich Nicolai Friedrich seinem vermeintlich größten Trick: „Das Lächeln der Mona Lisa“. „Neben mir seht ihr ein Puzzle von der Mona Lisa“, erklärte er, „Doch genau ein Teil fehlt: Ihr Lächeln. Und dieses wollen wir mit Hilfe der ‚weiblichen Intuition‘ in dieser komplett neuen Puzzleschachtel finden.“ Er ließ eine Zuschauerin so viele Puzz-lestücke aus der neuen Packung wegschütten, wie sie wollte. Danach griff sie in die restlichen Teile und entschied sich blind für eines. Ein anderer Zuschauer prüfte stichpunktartig die weggeschütteten Teile, doch keines passte. Die Zuschauerin trat zu dem Puzzle und probierte ihr ausgewähltes Puzzleteil: Die Mona Lisa lächelte wieder und Nicolai Friedrich erntete tosenden Applaus.

Nicolai Friedrich liest die Gedanken der Zuschauer Isa, Karl-Heinz und Steffen. „Du denkst an einen Kreis und ein Dreieck und Du an eine Katze namens „Tapsi““, errät der Mentalist. Und als drei zufällig ausgesuchte Wörter aus einem Buch die Namen der Freiwilligen ergeben, tobt das Publikum vor Begeisterung.Foto: bin

Nicolai Friedrich zieht einen riesigen Stoffteddy aus einem kleinen Paket, mit einer blauen Kappe, gelben Halstuch, roter Hose, grünem Hemd und orangenen Hosenträgern – so wie der Junge neben ihm ihn im Ausmalbild gestaltet hat. Foto: bin

Nicolai Friedrich vollführt einen Zaubertrick von seiner elektronischen Assistentin „Alexa“.Foto: bin

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