Friedrichsdorf (fw). Die Taunuseulen aus Seulberg haben in der Wilfried-Fey-Halle ihre Fremdensitzung und das Kinderfasching gefeiert. Der Verein präsentierte in der ausgebuchten Halle Gesang, Tanz und Komedie.
Mit einer restlos ausverkauften Fremdensitzung haben die Taunuseulen aus Seulberg am Wochenende gezeigt, was ehrenamtliches Engagement, starke Nachwuchsarbeit und gelebte Gemeinschaft bewirken können. Alle Gäste feierten in der Wilfried-Fey-Halle einen Fastnachtsabend voller Tanz, Humor, Musik und emotionaler Höhepunkte.
Sitzungspräsident Antonio Ponzi eröffnete die Sitzung mit Gesang und lud alle Aktiven auf die Bühne. Nach der Begrüßung der Ehrengäste folgte ein besonderer Höhepunkt: Prinz Steffen I. vom Carnevalverein 1959 Stierstadt zog mit seinem Hofstaat in den Saal ein. Der Besuch wurde vom Publikum begeistert gefeiert und unterstrich die enge Verbundenheit der Fastnachtsvereine untereinander.
Den tänzerischen Auftakt gestaltete Tanzmariechen Finja, die trotz laufender Turniersaison mit der Prinzengarde des TSV Freienseen auf ihrer Heimatbühne einen eigens einstudierten Tanz zeigte und das Publikum sichtbar beeindruckte.
Es folgten die jüngsten Aktiven des Vereins: Die Rubinchen präsentierten ihren Marsch zu „Mickey Maus“, den sie ein Jahr lang mit ihren Trainerinnen Luis Zehring und Laura Prota einstudiert hatten. Direkt im Anschluss überzeugten die Rubinfunken mit ihrem Gardetanz – erstmals im neuen Kostüm mit Perücke und Hut – und ernteten begeisterten Applaus und strahlende Blicke ihrer Trainerinnen. Auch die Rubingarde präsentierte sich in neuem Gewand und zeigte Gardetanz auf höchstem Niveau. Das wochenlange intensive Training mit zusätzlichen Einheiten zahlte sich aus. Die Trainer Luis Zehring und Antonio Ponzi zeigten sich sichtlich stolz. Insgesamt standen Rubinchen, Rubinfunken und Rubingarde exemplarisch für die erfolgreiche Nachwuchs- und Leistungsarbeit der Taunuseulen.
Für humorvolle Akzente sorgten die Büttenreden von Patrick Eickhoff vom 1. NCV Nieder-Wöllstadt, der mit seiner Urlaubs-geschichte den Saal zum Lachen brachte, sowie das Eigengewächse Nachwuchsbüttenredner Max Landvogt. Trotz Abi-Stress meisterte er seinen Soloauftritt mit eigens geschriebenem Text mit Bravour. Lothar Weinmann überzeuge mit einer spontanen Büttenrede in Friedrichsdorfer Mundart.
In feierlichem Rahmen verliehen die 1. Vorsitzende Silvia Hölzer-Becker und die 2. Vorsitzende Christine Hohmann den diesjährigen Orden an die Senatoren Michael Becker, Stephan Schlocker und Lothar Weinmann. Erstmalig waren die neuen Senatoren Stephan Käfer und Renzo Secchi dabei, die zusätzlich die vereinseigene Narrenkappe der Taunuseulen überreicht bekamen.
Besonders eindrucksvoll präsentierten sich die Schleiereulen, die mit aufwendig choreografierten Darbietungen, verschiedenen Kostümen und großer Spielfreude Maßstäbe setzten. Unterschiedliche Themen, Musikstile und Kostüme verschmolzen zu lebendigen Bildern. Eine Neuauflage des TV-Klassikers „Herzblatt“ sorgte für Begeisterung. Die Trainerin Andrea Kinner hat den wählerischen Kandidaten Hermann gespielt, der bei seiner Suche nach der perfekten Partnerin einige Auftritte diverser Auswahldamen genossen hat, die zu „Rockabilly“, „Ballermann-Hits“ oder auch „Aerobic“ auftraten. Als er seine Traumfrau, Bärbel Buhl, ausgewählt hatte, gab es einen großen „Discofox Marathon“ der Eulen. Der zweite Auftritt der Schleiereulen war zum Trend „Hobby Horsing“, bei dem es am Ende augenzwinkernd Wein für die Reiterinnen und Karotten für die Pferde gab. Die Trainerinnen Andrea Kinner und Jenny Lebs freuten sich darüber, dass ihre Vorstellung beim Publikum gut ankam.
Nach der Pause kehrte Ponzi gemeinsam mit seiner Frau Isabeau für einen Paartanz auf die Bühne zurück.
Für einen der stimmungsvollsten Momente des Abends sorgten die „BembelBube“, das Männerballett der Taunuseulen, das sich erstmals unter neuem Namen präsentierte. Mit ihrem Tanz zum Thema „Bembelwache No. 9“ kombinierten sie Humor, Ausdruck und überraschend anspruchsvolle Choreografien. Räuber, Polizisten und augenzwinkernde Damen wechselten sich rasant ab und brachten den Saal binnen Sekunden zum Kochen. Erarbeitet wurde dieser mitreißende Auftritt von den Trainerinnen Lea und Christine Hohmann, die es verstanden haben, das tänzerische Potenzial der Gruppe mit Witz und Präzision auf die Bühne zu bringen. Die Begeisterung des Publikums war überwältigend: Jubel, Applaus und begeisterte Zurufe machten deutlich, dass das Männerballett längst zu den absoluten Publikumslieblingen der Taunuseulen zählt.
Den künstlerischen Höhepunkt und zugleich den Abschluss der vereinseigenen Darbietungen setzte der Schautanz der Phönixe. In einer aufwendig inszenierten Interpretation von „Aladdin“ entführten sie das Publikum gemeinsam mit Genie und Jasmin in die Welt aus 1001 Nacht. Unter der Leitung der Trainerinnen Selina und Vanessa Schirmer überzeugten sie mit kraftvollen Bewegungen, fließenden Übergängen und eindrucksvollen Hebungen.
Das große Finale gemeinsam mit „Star Breaker“ rundete den gelungenen Abend gekonnt ab. In den abschließenden Worten wurde allen Aktiven, Helfern, unterstützenden Vereinen sowie Sponsoren und dem Taunus-Duo Uli Neeb und Andy Höhn gedankt.
Am Sonntag fand traditionell der Kinderfasching ebenfalls in der Wilfried-Fey-Halle statt. Die Garden präsentierten erneut ihre Tänze. Die Halle war gut gefüllt, die kleinen Gäste hatte viel Spaß.
Für alle Gruppen gibt es erstmal eine kurze Pause, ehe auswärtige Auftritte und die ersten Turniere für Rubinfunken, Rubingarde und Phönixe anstehen. Alle Auftritte von Gruppen der Taunuseulen sind im Internet unter www.taunuseulen.de zu finden.
