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Kabarett und Gänsebraten – Bürgerklause als Kleinkunstbühne

Stefan Richter (li.), Elsbeth Haak und Marius Closca. Foto: Gunter Büchel

Glashütten – Was sich den über 50 Gästen in der vollbesetzten Bürgerklause am Samstagabend bot, war nichts Geringeres als eine Premiere. Die Kabarettistin Elsbeth Haak hatte gemeinsam mit dem Pianisten Marius Closca das Lokal in eine Kleinkunstbühne verwandelt. Vor diesem geistigen Genuss durften sich die Anwesenden aber zunächst auf den leiblichen Genuss in Form von Gänsebraten freuen. Umso passender gestaltete sich das Programm des Kabarettduos unter dem Motto „So Chansons und so“. Dabei warfen die beiden einen humoristischen Blick auf den ganz normalen Alltag, bei dem natürlich auch das Thema Essen nicht zu kurz kam. Im Lied vom „Rehbratenwetter“ durfte man erfahren, was Männer im Winter gerne essen, während das Lied von der Diät, die damit verbundenen Leiden und Entbehrungen ebenso glaubhaft wie humorvoll schilderte. Zu viel des Guten gibt es aber nicht nur beim Essen, wie das Lied „Ich bin so schön“ eindringlich vermittelte.

Überhaupt warten die Tücken des Alltags an jeder Ecke, sei es beim Campingurlaub oder beim Erstellen einer Sitzordnung für eine Hochzeit, was Elsbeth Haak ebenso gekonnt in Liedform präsentierte. Die schlagfertige und charmante Chansonnette aus Oberschwaben hatte das Publikum rasch auf ihrer Seite, wozu nicht nur die grandiose Vortragsweise, sondern auch die unnachahmliche Mimik beitrug. Mit Marius Closca hatte sie dabei einen Pianisten an ihrer Seite, der weitaus mehr als ein reiner Liedbegleiter ist, da er selbst über eine großartige komödiantische Ader verfügt und sich mit Haak manch kleinen aber feinen Schlagabtausch lieferte.

Für den Auftritt in der Bürgerklause wurde das Duo durch Gebärdensprachdolmetscher Stefan Richter vom Verein LUKAS 14 – Integration und Kultur für Menschen mit Behinderungen e. V. – verstärkt, da auch gehörlose und schwerhörige Gäste gekommen waren. Richters Übertragung der Lieder und Wortwechsel in Gebärdensprache waren eine schauspielerische Glanzleistung, die auch normalhörende Menschen begeisterte, da sie den Humor des Duos noch unterstrich. Sehr schön zu erkennen war dies an der Gestik zu dem Lied „Ich will einfach normal sein“.

Der große Beifall am Ende galt nicht nur den drei Ausführenden, sondern auch Gastwirtin Milica Zovko, die das Trio eingeladen hatte. Frei nach Edith Piaf, der Haak ebenfalls auf unnachahmliche Weise eine Hommage widmete, stand für die Besucher fest: „Non, je ne regrette rien“ – Nein, ich bereue nichts.

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