Traditionelles Oktoberfest in Schloßborn

Schloßborn (st) – Mittlerweile das sechste Oktoberfest konnte am vergangenen Wochenende der 1. FC Schloßborn auf dem Gelände hinter der Mehrzweckhalle feiern. In eigens dafür aufgestellten Zelten richteten die Mitglieder des Vereins unter Regie des 1. Vorsitzenden Ekki Schmidt und dem Jugendleiter Frank Neumann alles festlich her, um den Besuchern einen Abend in passender Atmosphäre zu bereiten.

Die Silberrecken aus Ehlhalten und auch die Schloßborner Kerbeborsch hatten, wie viele andere befreundete Vereine und auch private Personen, einen Tisch reservieren lassen. So war man auf der sicheren Seite, noch einen Sitzplatz zu bekommen. Schließlich wurden an diesem Abend über 300 Besucher erwartet. Das Essen und Trinken wurde an diesem Abend wieder von überaus hübschen und im Dirndl gekleideten Damen direkt am Tisch serviert.

Als besondere „Schmankerl“ hatten die Fußballer unter anderem Weißwürste, Fleischkäse und Obatzda im Angebot. Selbstverständlich durften die obligatorischen Brezen nicht fehlen. „Später am Abend bieten wir dann noch Schnitzelbrötchen bzw. Schnitzel mit Pommes an“, erzählt der Jugendleiter Frank Neumann.

Für die passende Stimmung sorgten an diesem Abend die „Berchtesgardener Buam“. Die fünf bayerischen Musiker wussten genau, wie sie die Besucher auf Touren bringen können. Schon ein paar Mal war diese Band für die musikalische Unterhaltung beim Schloßborner Oktoberfest verantwortlich und sind immer wieder gern gesehene Gäste in Schloßborn. Frank Neumann: „Anfangs gibt es zünftige Musik, wie es sich für ein Oktoberfest gehört. Aber später wird alles gespielt: von Helene Fischer bis ACDC.“ Auf diese Weise wird dann jeder Musikgeschmack getroffen und keinen hält es mehr auf den Bänken. Davon zeugt auch die den ganzen Abend über gut gefüllte Tanzfläche.

„Wir sind einer der letzten Vereine, die hier noch die ‚Stange‘ hoch halten“, so Ekki Schmidt. Er berichtet, dass es früher viel mehr Feste in Schloßborn gab. Aber die meisten Vereine mussten aufgeben, entweder waren die Auflagen zu hoch oder der Aufwand konnte von den Vereinsmitgliedern nicht mehr gestemmt werden. Umso mehr freuen sich die Schloßborner, dass das Oktoberfest traditionell jedes Jahr stattfindet. Stolz berichten Schmidt und Neumann, dass in diesem Jahr auch Flüchtlinge das Fest besuchten. „Das ist für diese Leute eine ganz neue Erfahrung“, so Neumann. Und dass es ihnen genauso gut gefallen hat wie allen anderen Besuchern des Festes, muss nicht extra erwähnt werden.

Gegen ein Uhr hieß es dann für die Feierlustigen, den Geräuschpegel herunterzuschrauben. „Wir könnten gut und gerne noch bis in die Frühe feiern, so gut sind die Leute hier drauf“, so Schmidt, aber irgendwann wollen die angrenzenden Nachbarn auch mal zur Ruhe kommen. Und das zeichnet Schloßborn und seine Bürger aus: Jeder nimmt etwas Rücksicht und schon kommt man prima miteinander aus.

Frank Neumann und Ekki Schmidt umrahmt von den charmanten Bedienungen des Abends.

Foto: Streit

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