Diese Spätlese ist kein Wein

Es geht hoch her im Seniorenheim. Foto: Theaterverein Szenenwechsel

Glashütten (kw) – Bei dieser Spätlese geht es ausnahmsweise nicht um einen guten Tropfen, sondern um drei ältere Damen im Seniorenheim, die es faustdick hinter den Ohren haben. Agnes, Maria und Josefine stehen im Mittelpunkt der Komödie „Spätlese“ von Folke Braband, die der Theaterverein Szenenwechsel am Freitag, 9. Oktober, und Samstag, 10. Oktober, jeweils um 19.30 Uhr im Bürgerhaus Glashütten auf die Bühne bringt.

Agnes nutzt jede Gelegenheit zum Flirten und lässt sich so schnell nicht aus der Bahn werfen – es sei denn, die Bridge-Partie fällt aus. Dann hilft manchmal nur noch ein fescher Günther Jauch mit schicker Krawatte, um die Stimmung wieder zu heben. Ihre Vergesslichkeit sorgt dabei für manche komische Situation. Josefine hat dagegen stets einen spitzen Spruch auf der Zunge. Selbst als ihr alter Schwarm Bruno wieder auftaucht, glaubt sie, das Geschehen fest im Griff zu haben. Doch dann wendet sich das Blatt.

Maria ist die gute Seele des Hauses: lieb, hilfsbereit, einfühlsam und immer darauf bedacht, für die anderen da zu sein. Doch hinter ihrer fürsorglichen Art verbirgt sich ein großes Geheimnis. Als dieses ans Licht kommt, bekommt die Geschichte eine überraschende Wendung.

„Spätlese“ ist dabei mehr als eine reine Komödie. Zwischen den humorvollen Szenen geht es um Freundschaft, Erinnerungen, alte Gefühle, das Älterwerden und die kleinen und großen Geschichten, die jeder Mensch mit sich trägt. Auch die leisen und tragischen Momente der drei unterschiedlichen Charaktere kommen nicht zu kurz.

Inszeniert wird das Stück von Ann-Marie Kutter, für die es die erste Regiearbeit beim Verein Szenenwechsel ist. „Es ist so belebend zu sehen, wie die Szenen Stück für Stück mehr Leben bekommen“, sagt die junge Regisseurin. Besonders wichtig seien ihr die Feinheiten und die leisen Momente.

Auf der Bühne stehen Uta Patzina, Barbara Semeras, Ulli Klein, Steffi Mauder, Michael Scheibel und Erik Geyer. Für Geyer ist es der erste Auftritt mit dem Ensemble. Uta Patzina dagegen kennt ihre Rolle bereits: Sie hat das Stück vor einigen Jahren schon einmal gespielt. „Es ist interessant zu sehen, wie unterschiedlich die Regisseurinnen das Stück gestalten und wie anders ich mich dadurch fühle in der Rolle“, sagt sie.

Wer also Lust auf einen Theaterabend mit viel Humor, aber auch etwas Tiefgang hat, kann sich auf die „Spätlese“ im Bürgerhaus freuen. Karten gibt es im Vorverkauf unter yesticket.org/events/de/szenenwechsel-ev und www.szenenwechsel.net sowie an der Abendkasse.



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