„Die Schöne und das Biest“ auf der Schloßborner Laienbühne

Da ist ganz schön viel Bewegung drin, so viel wird schon mal verraten. Wer nun schön oder biestig ist, wird erst an den Kostümen zur Premiere zu erkennen sein. Foto: Menigat

Schloßborn (bm) – Bis zur Premiere am kommenden Wochenende wird fleißig auf der großen Bühne der Schloßborner Mehrzweckhalle geprobt. Achtzehn Kinder und Jugendliche im Alter von sieben bis siebzehn Jahren erwecken das Märchen von der schönen, tugendhaften Bella und dem verbitterten, schrecklich anzusehenden Ungeheuer zum Leben.

Konzentration und Spielfreude

Die jungen Akteure brauchen beides, wenn sie unter der fachkundigen, bewährten Leitung von Mary Kuhn und Christiane Böer immer wieder geduldig Szenen auf der Bühne und vor dem Vorhang wiederholen. So Vieles will beachtet werden: laut und deutlich sprechen, langsam, Mimik, Gestik, Positionen. Hier wird sorgfältig gearbeitet. Das gelingt den alten Hasen wie zum Beispiel Leander Böer, der wohl zum letzten Mal bei der Kinder-Aufführung mitwirken wird, natürlich souverän, aber auch die beiden Neulinge sind konzentriert und bestens vorbereitet.

„Wir sind dieses Mal schon sehr weit“, verrät Mary Kuhn in der Probenpause augenzwinkernd. Sie wird allerdings gleich wieder mit Blick für‘s Detail und liebevoller Strenge Leistung einfordern und aus den Darstellern alles herausholen. Dabei müssen sie auch oft improvisieren, denn noch fehlen die Kostüme, viele Requisiten und ein Teil des Bühnenbildes.

Aber das tut der Spielfreude keinen Abbruch. Die Jungschauspieler sind in ihren Rollen angekommen und müssen sich jetzt auf der großen Bühne nur noch eingewöhnen. Zumeist hochkonzentriert bleiben sie stets locker und fröhlich – eine tolle Truppe, die da jetzt in die heiße Endphase geht.

Immer wieder schön ist die Geschichte der liebreizenden Tochter, die mutig in das verzauberte Schloss geht, um die Schuld des Vaters zu begleichen. Sprechende Kerzenleuchter, Tassen und Kannen bringen Bella nicht aus der Ruhe. Aber wie steht es mit dem unheimlichen, bedrohlich grollenden Biest?

Die Inszenierung bleibt den klassischen Vorlagen treu und serviert das Familienstück von C.M. Rieken frei nach dem Märchen der Madame Leprince de Beaumont in zwei Akten. In der Pause gibt es an beiden Tagen Kaffee und Kuchen, Würstchen und Getränke. Geeignet ist das Stück für Kinder ab fünf Jahren.

Der Vorverkauf findet wie immer in der Schatzinsel, Schloßborn, und im et cetera pp., Glashütten, statt. Der Eintritt beträgt 6 Euro. Die Aufführungen sind am Samstag, 6. April, um 16 Uhr und am Sonntag, 7. April, um 15 Uhr in der Schloßborner Mehrzweckhalle.

Festschrift zum Jubiläumsjahr

Die Schloßborner Laienbühne e.V. feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen. Seit 1994 erfreut das Ensemble um den 1. Vorsitzenden Kilian Marx ein breites Publikum aus Nah und Fern mit anspruchsvollem Laientheater. Das Jubiläumsbuch umfasst rund 100 Seiten und gibt neben einer Nachlese mit vielen Fotos über alle Inszenierungen des Kinder-Theaters sowie des Erwachsenen-Theaters auch einen Einblick in die Arbeit des Ensembles und des Vereins. Ehemalige Schauspieler können wiederentdeckt werden und es gibt einen Blick hinter die Kulissen.

Das Jubiläumsbuch ist gegen eine Spende erhältlich, den Preis bestimmen die Fans selbst. Alles, was dabei über die Druckkosten hinaus zusammenkommt, wird für den Umbau der Mehrzweckhalle weitergegeben.

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