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Hilfe für Insekten im Opelzoo und in Kelkheim

Zahlreiche farbenfroh blühende Insektenweiden und Gründächer auf dem Zoogelände des Opel Zoos in Kronberg verschönern derzeit nicht nur das Landschaftsbild, sie bieten auch unzähligen Insektenarten Nahrung und Lebensraum. Der Schutz von Insekten stellt derzeit eine ausgesprochen wichtige politische und gesellschaftliche Herausforderung dar.

Das Thema Insekten- und Bienensterben wird augenblicklich wie kaum ein anderes Thema mit ökologischem und ökonomischem Bezug in den Medien behandelt. Gründe für den Insektenschwund werden hierbei ebenso diskutiert, wie Möglichkeiten diesen Trend umzukehren.

Lange bevor das Thema Insekten politisch die heutige Brisanz erhielt, hatte es der Opel-Zoo im Fokus: Das Restaurant Lodge und der Eingangsbereich mit der Verwaltung wurden bereits 2006 begrünt und dienen so den Insekten als Nahrungsquelle. Weitere Gründächer folgten am Elefantenhaus und dem neuen Restaurant Sambesi. 2009 entstand ein Insektenhotel und ein Bienenstand. Neben zahlreichen Informationstafeln über Bienen und Ausstellungsstücken aus der Imkerei ist es hier für Besucher möglich, durch eine Scheibe direkt am Leben eines echten Bienenvolkes teilzuhaben. So lässt sich zum Beispiel der Schwänzeltanz als besondere Form der Kommunikation der Bienen beobachten.

Verschiedene Saatgutmischungen blühen derzeit sehr üppig und locken Bienen, Hummeln, Schwebfliegen, Schmetterlinge und weitere Insekten an. Im vergangenen Herbst wurden weitere Pollen und Nektar liefernde Bäume, wie Sommer- und Winterlinden, Esskastanien und Vogelkirschen gepflanzt. Neben Insekten profitieren hiervon beispielsweise auch Vögel, Amphibien, Reptilien und Säugetiere, wie Fledermäuse und Igel. Denn ihnen dienen die Insekten selbst wiederum als Nahrung.

Wir griffen das Thema aus dem Opel-Zoo nicht ohne Grund auf: Als auf der so genannten Skulpturenwiese im Frühjahr der Löwenzahn blühte und fast zur leuchtenden gelben Fläche wurde, auf der sich Insekten tummelten, wurde die Wiese gemäht. Was blieb, war eine unansehnliche trostlose Fläche.

Inzwischen gab es nachwachsende Pflanzen, die blühten. Auch die wurden jetzt gemäht. Es blieb nur ein Zipfel ungemäht an der Einfahrt zum Stückes.

Und das vor dem Hintergrund, dass sich die Stadtverordneten gerade bemühen, Pflanzenschutzmittel wie Glyphosat aus der Stadt zu verbannen, eben um den Insekten eine Lebensgrundlage zu verschaffen.

Grün und blühende Pflanzen würden dem Aussehen der Skulpturenwiese sicherlich guttun, die ohnehin nicht die Zustimmung aller Kelkheimer findet.

Oben rechts eine Hummel auf einer Blüte. links ein kleiner Fuchs, Fotos: Archiv Opelzoo/Heinz Kunz.

Darunter der Blick auf eine Blumenwiese auf einem Dach im Oplezoo und dann ein Weinschwärmer, den man auch nicht alle Tage sieht.

Skulpturenwiese

Aus dem Amt für Planen und Bauen – Klaus Schubert – erreichte uns folgende Stellungnahme und Antwort zu unserer Anfrage:

„Bisher wurde die Skulpturenwiese etwa alle drei Wochen durch den städtischen Betriebshof komplett gemulcht. Um die Artenvielfalt zu fördern, bleiben zukünftig bei den Pflegegängen mindestens 10 – 20 Prozent der Fläche unbearbeitet. Es wird beobachtet, ob damit eine höhere Vielfalt erreicht wird. Gegebenenfalls wird dann die Flächengröße oder / und die Art der Pflege zukünftig angepasst.“

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