Leserbrief: Münsterer Knoten

Die von der Bürgermeisterkandidatin vorgeschlagene Kreisellösung für den Münsterer Knotens wirft einige Fragen auf:

Frau Bergold scheint es nicht zu kümmern, dass der Münsterer Knoten erst vor einigen Jahren für viel Steuergeld erneuert wurde. Treu der Devise „Es ist ja nicht mein Geld“ würde sie, nur um in den Genuss von Fördergeldern zu gelangen, weitere Mittel investieren. Welche Privatperson, die wirtschaftlich rechnet, würde ihr vor Jahren renoviertes Haus wieder total umbauen, nur weil jetzt ein Teil der Kosten als Zuschuss erstattet wird? Es ist am Ende immer unser aller Steuergeld – egal, aus welchem Topf es kommt!

Zuschüsse sind dann ein wichtiges Element bei der Finanzierung einer Maßnahme, wenn diese für die Infrastruktur einer Stadt wichtig ist und eine Umsetzung auch ohne Zuschuss angebracht wäre. Die Renaturierung des Liederbachs ist hierfür ein gutes Beispiel. Ein Projekt, das jedoch nur wegen etwaiger Zuschüsse unnötigerweise überdimensional geplant wird, ist abzulehnen. Und auch hierzu haben wir mit dem vorgesehenen Museum an der Feldbergstraße ein Beispiel in Kelkhei

Übrigens war es die CDU mit ihrem jetzigen Bürgermeister, die bei dem seinerzeit erfolgten Umbau des Münsterer Knotens eine vom damaligen Koalitionspartner FDP vorgeschlagene Kreisellösung abgelehnt hat. Neben den zu hohen Kosten wurden damals mangelnde Überquerungsmöglichkeiten für Fußgänger und Radfahrer genannt und der Königsteiner Kreisel als abschreckendes Beispiel aufgeführt. Der Münsterer Knoten wird mit seinem vor einiger Zeit erneuerten Profil sicher noch einige Jahre den Anforderungen entsprechen. Wenn die nächste Investition tatsächlich notwendig wird, sollte man die Kreisellösung in Angriff nehmen.

Ramin Peymani, Mainblick 47

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