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Eine Wanderung durch Hornau mit vielen Wünschen

Was sich davon – und wann – verwirklichen lässt – steht in den Sternen. Die Bürger für Hornau hatten Bürgermeister Albrecht Kündiger, wie auch in den Jahren zuvor Thomas Horn, zu einem Spaziergang durch Hornau eingeladen, um mit ihm Themen zu besprechen, die den Hornauern auf den Nägeln brennen. Verbesserungswünsche und Änderungen, wie sie auch Thomas Horn schon vorgetragen wurden, dessen Kontakte und Arbeit in Hornau vom neuen Bürgermeister ausdrücklich erwähnt und Kündiger schloss sich an: Es gibt wohl kaum einen Stadtteil neben Münster, der so gut organisiert ist wie Hornau. Das Ziel des neuen Bürgermeisters: Auch die anderen Stadtteile stärken mit ähnlichen Begehungen. Als gutes gegenseitiges Miteinander erwähnte er den gut angenommenen offenen Bücherschrank, eben auch der Ort, von dem die „Wanderung“ losging. Kein Wunder, dass just an dieser Stelle auch die Hornauer Straße und Herrnmauer zur Sprache kamen. Kündiger bremste. Kelkheim muss die Schuldenbremse beachten und deshalb werde man wohl in Zukunft – das Thema Haushalt zog sich durch alle Themen des Tages – auch nicht in naher Zukunft Hornauer Straße und Herrnmauer von Grund auf erneuern können. Und wenn das der Fall sein wird, werden die Anlieger wohl zur Kasse gebeten werden müssen, warnte Kündiger, der in dem Zusammenhang „Haushalt“ auch die Flüchtlingsfrage anschnitt. So lange wir mehr Geld ausgeben müssen als wir einnehmen, müssen wir verzichten. „Mir gefällt das auch nicht“, so Kündiger, aber 1,23 Millionen sind viel Geld.

Um bei der Hornauer Straße zu bleiben. Stimmen die Stadtverordneten zu, werden die 30 km/h kommen, allerdings keine rechts-vor-links-Regelung, weil hier eine Omnibuslinie durchführt. In diesem Zusammenhang erwähnte er die Ordnungspolizei, die augenblicklich durch kranke Kollegen nicht auf voller Sollstärke ist. Hinzu kommt, dass das Lichtschrankengerät Lisa nicht mehr hergestellt wird, die neuen Mitglieder der Ordnungspolizei also nur schwierig auszubilden sind. Und eine Neuanschaffung? Der Blick in die Kasse gibt die Antwort. Rasen tun immer nur die anderen, aber natürlich auch die Anwohner einer Straße, die nach Geschwindigkeits-Beschränkungen rufen. Den Ausfallstraßen werden die 50 km/h erhalten bleiben. Das Fahrzeug, das Geschwindigkeiten in der Hornauer Straße anzeige, habe sich bewährt: Automatisch werde jeder langsamer.

Der Wunsch nach Fußgängerüberwegen lässt sich nicht überall realisieren. Hier sind dem Ordnungsamt und dem Bürgermeister durch entsprechende Verordnungen und Gesetze die Hände gebunden. Und die Beleuchtung von Fußgängerüberwegen kostet auch um die 10.000 bis 12.000 Euro.

Ein weiteres Thema: Fehlende Papierkörbe in den Außenbezirken, vor allem am Weg vom Mainblick zum Kloster. Die Sauberkeit der Stadt bereite auch ihm sorgen, so der Bürgermeister. Hundehaufen an verschiedenen Stellen, Müll dort, wo sich Jugendliche oft aufhalten. An einem Konzept, vor allem mit der Jugendarbeit der Stadt, werde gewerkelt. An der Sauberkeit zu sparen, wäre falsch. Er wünscht sich, dass die Sauberkeit in Kelkheim nicht zum Problem wird, wie zum Beispiel die Rattenplage im Mühlgrund, die auch durch das Füttern der Enten im Mühlgrundteich verursacht wird, wie durch das unachtsame Wegwerfen von nicht gegessener Pizza beispielsweise.

Nächste Station der REWE-Laden in Hornau. Michael Jung in der Diskussion, ob man die Glasbehälter nicht umsetzen könne, um bessere Sicht zu schaffen mit der Warnung: Nachlassendes Einkaufen in diesem Geschäft könne den spitzen Stift der Geschäftsleitung herausfordern.

Dann die Madonna in der Hornauer Straße, zwar steht sie auf Kelkheimer Gebiet, aber Hornau denkt „grenzübergreifend“. Die Madonna (Fotos) braucht dingend eine Überholung. Die kostet Geld. Dr. Patrick Büttner, Leiter des Bauamts, wird gleichfalls den Rechner hervor kramen. Letzte Station – der Gagernplatz. Beim Weihnachtssingen wird die Feuerwehr eingesetzt, um für Licht zu sorgen. Also: Warum nicht eine vernünftige Beleuchtung installieren, die auch verwendet werden könnte, wenn der Platz – wie Beispiele in der Vergangenheit zeigten – für andere Veranstaltungen genutzt werde, wie für Theater. Mit 6.000 Euro sei mindestens zu rechnen. Michael Jung tippte an: Vielleicht könnten die Bürger für Hornau die Hälfte stemmen.

Sorgen bereitet den Hornauern auch das Pflaster im Fußgängerbereich der oberen Hornauer Straße. Von Navis gelenkt rollen hier immer wieder schwere Lastwagen in die Stadt, die nicht wenden können und durch ihr Gewicht dem Pflaster schaden. Kündiger hatte Verständnis für die Fahrer, die sich nach den Geräten richten, sieht aber kaum eine Möglichkeit, hier bei den Navi-Firmen Änderungen zu erreichen.

Eine Änderung, die nichts kostet, aber vielleicht bei den Betroffenen Ärger auslösen wird: Kündiger will die meisten der Sondergenehmigungen für die Nutzung des so genannten „Promillewegs“ zwischen Hornau und Fischbach einziehen. Kündiger: „Es soll hier eine klare Linie geben. Der Verkehr auf dieser Straße (Anmerkung der Redaktion: eine Privatstraße) müsse nachhaltig reduziert werden, auch in den Hauptzeiten morgens und abends.

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