Kelkheim (kez) – Die kleine Hitzewelle von Ende Juni wurde an den ersten beiden Julitagen zunächst fortgeführt. Das heißt, insgesamt gab es Ende Juni und Anfang Juli fünf Tage hintereinander mit Temperaturen von über 30 °C, mit dem Höhepunkt von 35,3 °C am 2. Juli. Das war es dann aber auch mit Hitze. Es kam, im Gegensatz zur apokalyptischen medialen Ankündigung, zu einem abrupten Ende des heißen Sommerwetters. Es wurde regnerisch, sehr nass, teilweise auch kühl.
Heißer Weltuntergang blieb aus
In manchen Medien hatte man schon vor einer Hitzeglocke bis September und einer katastrophalen, nie dagewesenen Trockenheit und Dürre gewarnt. Weltuntergang. Fast jedes Wetterereignis wird inzwischen als Klimakatastrophe dargestellt. Klimahysterie ist kein guter Ratgeber und selbst eine Katastrophe, ist sehr unseriös und oft mit falschen Fakten und Behauptungen unterlegt. Mit dem einzigen Ziel, Panik zu erzeugen. Ob das wirklich den eigenen Zielen nützlich ist? Sehr zweifelhaft.
Ok, ich hatte letzten Monat über die Veränderungen des Juni-Wetters geschrieben und darauf hingewiesen, dass sich in den letzten zehn Jahren die Temperaturen deutlich erhöht haben und es mehr Sonnenschein und mehr Hitzetage gibt. Das ist auch so, aber interessanterweise kann man das über den Monat Juli überhaupt nicht sagen. Zwar ist auch hier die Durchschnittstemperatur in den letzten zehn Jahren (von 2016 bis 2025) an meiner Wetterstation im Vergleich zu 2006 bis 2015 ganz leicht gestiegen (um +0,4 °C), aber etwa die Anzahl der Hitzetage mit mehr als 30 °C hat sogar abgenommen. So waren es von 2016 bis 2025 im Juli insgesamt 31, aber von 2006 bis 2025 gab es sogar deren 33. Für den August sieht das allerdings wieder etwas anders aus.
Viel Niederschlag
Der Juli 2025 lag bei den durchschnittlichen Temperaturen mit 19,2 °C fast haargenau im Bereich der Werte der Vergleichsperiode 1991 bis 2020. Aber nur dank der schon genannten ersten beiden Tage. Ansonsten wäre er deutlich kühler ausgefallen. Im Vergleich zu 1961 bis 1990 war er trotzdem noch um +1,5 °C zu warm. Das Minimum wurde mit 9,5 °C am 10. Juli verzeichnet.
Niederschlag war ein sehr großes Thema im Juli. Insgesamt fielen hier 116 l/m², was einen neuen Juli-Rekord an meiner Station (seit 2006) darstellt. Mit einem Überschuss von über 87 Prozent zum langjährigen Mittelwert. Alleine 29 l/m² davon platschten am Sonntag, 27. Juli, vom Himmel. Ursache der vielen Niederschläge ist wahrscheinlich das extrem warme atlantische Meer, das solche Stark-Niederschläge zusammen mit warmen sommerlichen Luftströmungen sehr begünstigt. Ein explosives Gemisch. Die Temperatur der Meere hat zuletzt in wenigen Jahren sprunghaft zugenommen, und lange war man sich nicht sicher, woran das liegt. Der Klimawandel und das CO2 alleine können das einfach nicht erklären.
Mittlerweile gibt es in der Wissenschaft einen Konsens, dass die aufgrund der seit 2020 gültige Verordnung für Schiffsabgase, die mit deutlich reduzierten Abgasen, insbesondere Schwefeldioxid, verbunden ist, zwar zur sauberen Luft beiträgt, aber gleichzeitig auch die Erwärmung der Meere deutlich begünstigt. Grund ist, dass dies zu einer geringeren Reflexion von Sonnenlicht durch die Atmosphäre führt und die Sonneneinstrahlung aufgrund reduzierter Aerosole die Meere nun ungehinderter als vorher erwärmen kann. So etwas wird in den gängigen Medien, wenn überhaupt, nur am Rande erwähnt.
Die Sonnenscheindauer-Ausbeute im Juli lag bei etwa 90 Prozent und bei rund 210 Stunden. Gar nicht so weit unter dem Mittelwert, wie man vielleicht annehmen konnte.
