Altes Rathaus, neue Fenster – das altehrwürdige Gebäude in Eppenhain wurde denkmalschutzkonform erneuert

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Eppenhain (iba) – Das Alte Rathaus in Eppenhain hat nun seine neue Fenster bekommen, in Eichenholzoptik und nach den strengen Vorgaben des Denkmalschutzes.

Am vergangenen Donnerstag, 9. Juli, überzeugten sich der Bürgermeister Albrecht Kündiger und der Erste Stadtrat Dirk Hofmann von der gelungene Sanierung – zusätzlich zu den neuen Fenstern bekam das Gebäude außerdem noch neue Fensterbänke und Schieferarbeiten im Außenbereich verpasst.

Die Nutzer, der Taunusclub Eppenhain und der Verein „Dart im Denkmal“ zeigten sich begeistert: Die neuen Fenster seien nicht nur optisch ein Gewinn, sondern sorgten auch für deutlich mehr Komfort – denn es zieht nicht mehr.

Eiche vs. Eukalyptus

„Ja, das ist deutsche Eiche. Eigentlich wollten wir zuerst Eukalyptusholz nehmen, aber Eiche ist beständiger, somit langlebiger – und lässt sich auch besser verarbeiten. Und alles ist zu 100 Prozent nach Denkmalschutzvorgabe gemacht worden. Auch wenn man beispielsweise die Fenster noch einmal streichen wollte, auch da muss man zuerst den zuständigen Sachbearbeiter vom Denkmalschutz fragen.“

Stefan Kaus vom städtischen Hochbauamt führte die Anwesenden um Kündiger und Hofmann durch das Gebäude, es ging hinauf in den ersten Stock, hinein in den großen Aufenthaltsraum, vorbei an den Dartscheiben.

„Das sieht doch schon anders aus, nicht wahr? Und jetzt zieht es auch nicht mehr so, gerade im Winter hat hier schon böse der Wind durchgepfiffen“, ergänzte Stefan Faber, einer der „Dart im Denkmal“-Sportsfreunde.

Klein aber fein

Das Alte Rathaus in Eppenhain ist sicher nicht das größte und auch nicht das berühmteste Gebäude in Kelkheim – aber kaum eines ist wohl so schmuck und einladend wie das Kleinod in der Ehlhaltener Straße.

Ursprünglich als Schulhaus mit Messaltar für den katholischen Gottesdienst um 1825 herum konzipiert, diente es seit 1908 nur noch als Schule, ab 1932 als Rathaus (zumindest bis zum Zusammenschluss mit Ruppertshain zur Gemeinde Rossert anno 1972) von 1977 bis 1980 war es die Außenstelle der Stadtverwaltung – und heute wird es eben von der Spielvereinigung „Dart im Denkmal Rossert e.V.“ als Sportlerheim genutzt.

„Ich glaube, zwischendurch war das sogar einmal übergangsweise ein Gefängnis“, ergänzte Peter Hilz vom Taunusclub Eppenhain.

„Hier gibt es auch regelmäßig Seniorennachmittage mit Kaffee und Kuchen, Kreppel-Café, dazu immer einmal die Jahresfahrt, hier ist eigentlich immer etwas los.“

Auch Martina Ungeheuer, ebenfalls vom Taunusclub Eppenhain, weist auf die Wichtigkeit des Gebäudes als Anlaufstelle für die Eppenhainer und als Ort der Geselligkeit hin. „Das ist uns wichtig, dass die Eppenhainer hier eine Anlaufstelle haben. Hier muss auch wirklich niemand verhungern oder verdursten.“

Und an zugigen Fenstern muss von nun an auch niemand mehr sitzen.

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