Kelkheim (kez) – Am 8. Mai 1945 kapitulierte die deutsche Wehrmacht und der 2. Weltkrieg endete – doch schon am 26. März hatten amerikanische Truppen Frankfurt erreicht und wurden unter dem Motto „Lasst uns küssen und gute Freunde sein“ von der Bevölkerung begeistert empfangen. Eine Welle der Amerikanisierung erfasste die Stadt wie keine andere in Deutschland, und viele Frankfurterinnen und Frankfurter nahmen den „American Way of Life“ neugierig auf.
Die Fotoausstellung „Frankfurt went West“ dokumentiert diese bewegte Zeit zwischen 1945 und 1965. Anhand der Bilder von Karl-Heinz Bohnacker, der selbst in Frankfurt geboren wurde und mit 17 Jahren von den Amerikanern als Pressefotograf entdeckt wurde, zeigt die Ausstellung, wie die Mainmetropole sich in den Nachkriegsjahren zwischen Verdrängung, Neuanfang und Zukunftsoptimismus entwickelte. Bohnackers Fotos spiegeln unbefangen und aufmerksam das Leben in allen Facetten wider; später arbeitete er jahrelang für eine US-Nachrichtenagentur und zahlreiche Magazine.
Für die Reise ins Institut für Stadtgeschichte am Donnerstag, 19. Februar, sind noch wenige Plätze frei. Abfahrt ist um 14.15 Uhr an der Lukasgemeinde, Gustav-Adolf-Straße. Der Preis beträgt 28 Euro und ist vor der Abfahrt zu entrichten.