Kelkheim (kez) – Der Verein „Gemeinsam für die Ukraine e.V.“ verschickte Mitte Dezember die nunmehr 43. Hilfslieferung mit rund zwölf Tonnen humanitärer Hilfe für den dringendsten Bedarf in die Ostukraine Seit Beginn der Vollinvasion am 24. Februar 2022 wurden insgesamt mehr als 500 Tonnen Hilfsgüter in die Ukraine transportiert.
Tetyana Fischer, Vorstandsmitglied des Vereins, kennt die Lage vor Ort: „Unsere Hilfe wird bereits mit Ungeduld erwartet. Die Situation ist unvorhersehbar.“ Oxana Stürmer, Vereinsvorstand, dankte den Spendern und Helfern: „An der Vorbereitung des Transports waren wie immer zahlreiche Partner, Spender und Ehrenamtliche beteiligt, vor allem aus dem Taunus.“
Über zwölf Tonnen Hilfsgüter
Am dritten Advent wurden wieder mehr als zwölf Tonnen humanitäre Hilfsgüter im alten Feuerwehrhaus in Kelkheim gesammelt und auf einen Tieflader verladen. Für die Krankenhäuser im besonders betroffenen Osten der Ukraine wurden Verbandsmaterial, Medikamente, Desinfektionsmittel, Sondennahrung, medizinische Geräte, medizinische Betten und Liegen verpackt. Über 200 Rollstühle, Krücken und andere Hilfsmittel für Menschen mit Behinderung verstauten die freiwilligen Helfer auf dem LKW. Das hessische Sozialministerium steuerte 1,2 Tonnen sterile Nitril-Handschuhe bei, das Krankenhaus Königstein wertvolle Pflegebetten.
Oxana Stürmer betonte: „Besonders dankbar sind wir dem zuverlässigen Partner Johanniter Unfall-Hilfe RV Rhein-Main unter der Leitung von Oliver Pitsch, der seit Beginn des Krieges regelmäßig an jeder humanitären Hilfslieferung beteiligt ist, einen Großteil der medizinischen Materialien und Krankenhausausrüstung bereitstellt und finanzielle und logistische Unterstützung leistet.“
Zusätzlich brachte eine gezielte Sammelaktion zwanzig dringend benötigte Generatoren und Inverter für von Stromausfällen bedrohte medizinische Institutionen und Einrichtungen. Auch wurden 141 Feuerlöscher verschickt, die unter der ständigen Bombardierung besonders dringend benötigt werden.
In großen Paketen wurden Hygieneartikel und Windeln, Bettwäsche, Decken, Schlafsäcke und Lebensmittel eingepackt, für die Familien, die in Frontgebieten leben und keine Möglichkeit haben, Dinge des täglichen Bedarfs zu kaufen.
Als besonders wertvolle Fracht wurden Weihnachtsgeschenke für rund 300 Kinder und Jugendliche in Kinderbetreuungseinrichtungen im Gebiet Dnipro auf dem LKW verstaut. Diese waren in den letzten Wochen in der Spendenaktion „Gemeinsam für die Kinder in der Ukraine“ in 19 Kindergärten und -Horten in Bad Homburg gespendet worden. Ebenso beteiligten sich die Kita Nepomuk in Mainz, die Kita „Kleinen Dachse“ aus Eppenhain und der Kindergarten Kelkheim an der Aktion.
Weitere Spender waren Fr. Ullmer mit Power Banks für Jugendliche, Ursel und Familie Attenhauser, Sutter Feuerschutz GmbH aus Gernsheim mit Feuerlöschern, Familie Hanel mit Invertern und einer großzügigen Weihnachtsspende, Dagmar Seitz-Klippel mit einem Evakuierungsstuhl, medizinischen Verbrauchsgütern und kontinuierlicher Unterstützung mit Tierfutter, sowie Claudia von Eisenhardt-Rothe und Karin von Wedel.
Das Vorstandsmitglied Tetyana Fischer dankte den vielen Unterstützern des letzten Jahres: “Die Stadtverwaltung Kelkheim, Bürgermeister Albrecht Kündiger, Dr. Thomas Zellhofer und die Einwohner der Stadt stellen uns die Lagerräume kostenlos bereit, ohne die all dies nicht möglich wäre.“
Durch die gemeinsame Hilfe erhalten die Menschen vor Ort nicht nur humanitäre Hilfsgüter, sondern etwas, das man nicht messen kann: Nämlich die Gewissheit, dass sie nicht vergessen worden sind.
