Kelkheim (kez) – Der erste Sommermonat war dieses Jahr ein Monat der absoluten Superlative. Man sollte ihn aber in zwei Hälften unterteilen. Die erste Hälfte war moderat. Mit im Schnitt 15,4° C war sie sogar etwas kühler als das langjährige Mittel von 1961 bis 1990 für Juni (15,9 °C). Die zweite Hälfte dagegen war Hammer! Diese hatte einen Durchschnitt von 26,2°C zu verzeichnen. Das ist krass, das gab es noch nie. Es purzelten die Rekorde. Insgesamt war der Monat mit durchschnittlich 20,8° C um +4,9° C wärmer als im Mittel von 1961 bis 1990 und um +3,6° C als im Mittel von 1991 bis 2020 und damit der wärmste Juni bisher an meiner Station. Kein Rekord waren die 15 Sommertage (>25° C); dafür allerdings die elf heißen Tage (> 30° C), die zudem unerbittlich aufeinanderfolgten (vom 18. bis 28.), darin enthalten sogar vier Wüstentage mit über 35° C (vom 25. bis 28.) mit dem absoluten Höhepunkt von 38,8° C am 27. Juni, der höchsten Temperatur, die seit Wetteraufzeichnung jemals hier gemessen wurde. Im Sommer 2003 hatten wir übrigens sogar schon einmal mal 13 aufeinanderfolgende Tage mit über 30° C. Damals allerdings erst im August, nicht schon im Juni.
Der Tiefstwert des Monats von 8,0° C stammt aus der erste Monatshälfte. Allzeitrekord gab es auch beim Tagesmittel. Am 27. Juli betrug dieses unglaubliche 31,2° C. Wir hatten zudem sieben Tropennächte zu verzeichnen, für Juni auch ein absoluter Rekord. In der Nacht vom 25. auf 26. Juni unterschritt der Tiefstwert noch nicht einmal 23,1° C, was zumindest einen neuen Juni-Rekord impliziert. Alles andere als optimale Schlafbedingungen.
Vom Niederschlag her war es natürlich auch wieder mau. Es fielen 46 l/m², was nur 61 Prozent des langjährigen Mittels entspricht.
Sonnenschein gab es genug, wie so oft im Juni der letzten Jahre. Diesmal etwa 260 Sonnenscheinstunden – ein Wert, der etwa 30 Prozent über dem Mittel liegt.
