… und zeigt, warum die Katzenschutzverordnung so wichtig ist
Kelkheim (ju) – Dass Kelkheim mit seiner Katzenschutzverordnung und der Arbeit der Katzen-Initiative Kelkheim e.V. den richtigen Weg eingeschlagen hat, zeigt sich eindrucksvoll am Schicksal der jungen Katze Amy. Denn ohne die Hilfe der engagierten Tierschützerinnen hätte es sie vermutlich bald nicht mehr gegeben.
Der Fall Amy
Amy ist etwa ein Jahr alt und lebte allein und ohne festen Unterschlupf in der Nähe des Klosters Kelkheim. Dort war sie auf sich selbst gestellt – bis eine aufmerksame Frau sie regelmäßig fütterte und schließlich bemerkte, dass mit der kleinen Streunerin etwas nicht stimmte. Amy war verletzt, abgemagert und brauchte dringend medizinische Hilfe.
Dank der schnellen Reaktion der Tierschützer wurde Amy eingefangen und zu einer Tierärztin gebracht. Dort stellte sich heraus, dass sie nicht nur einen schmerzhaften Nabelbruch hatte, sondern auch trächtig war – viel zu jung für eine sichere Geburt. Eine sofortige Operation rettete ihr das Leben, auch wenn ihre Babys nicht überlebten. Ohne diesen Eingriff hätten weder sie noch ihre ungeborenen Kitten eine Überlebenschance gehabt.
Heute lebt Amy in einer liebevollen Pflegestelle in Kelkheim-Fischbach, wo sie sich gut erholt hat. Ihre Pflegemama beschreibt sie als ruhige, sensible Katze mit einem wachen Geist. Sie liebt Gesellschaft – besonders, wenn ihr jemand vorliest! Nur bei Berührungen braucht sie noch Zeit, denn Vertrauen wächst bei ihr langsam. Doch wer Geduld mitbringt, wird mit einer feinen kleinen Seele belohnt, die sich jeden Tag ein Stück mehr öffnet. Und: Spielen kann sie inzwischen richtig gut – Bällchenjagen gehört mittlerweile zu ihren liebsten Beschäftigungen.
Jetzt wünscht sich Amy ein ruhiges Zuhause für immer, bei Menschen mit Herz und Einfühlungsvermögen. Ein Platz, an dem sie ankommen darf – ohne Druck, dafür mit viel Wärme und Verständnis.
Wer Amy kennenlernen möchte, kann sich direkt an ihre Pflegemama Evelin Dietz wenden: 0152-25617807 oder 06195-63657
Warum die Katzenschutzverordnung zählt
Amy ist kein Einzelfall – allein in Kelkheim leben schätzungsweise Hunderte freilebende Katzen, viele von ihnen unkastriert. Die im Jahr 2025 beschlossene Katzenschutzverordnung verpflichtet Katzenhalterinnen und -halter, ihre Tiere kastrieren, kennzeichnen und registrieren zu lassen, wenn sie Freigang haben. Damit soll das Leid unkontrollierter Vermehrung eingedämmt und das Leben freilebender Katzen wie Amy nachhaltig verbessert werden.
Ohne diesen von der SPD initiierten Beschluss und den ehrenamtlichen Einsatz der Katzen-Initiative Kelkheim e.V. hätte Amys Geschichte womöglich tragisch geendet. Jetzt hat sie – wie viele andere Streunerkatzen – eine echte Chance auf ein neues Leben.

