Was kommt nach dem Tod?Ein Abend über Sterben, Hoffnung und Auferstehung

Pfarrer Patrick Smith referiert über das Sterben, die Hoffnung und Auferstehung.Foto: Lukasgemeinde

Kelkheim (kez/ju) – Manchmal stellt sich die größte aller Fragen ganz leise. Am Bett eines sterbenden Menschen. In einer schlaflosen Nacht. Beim Abschied von einem geliebten Menschen. Was kommt nach dem Tod? Endet alles – oder beginnt etwas Neues?

Mit dieser existenziellen Frage laden der Förderverein und die evangelischen Gemeinden in Kelkheim im Rahmen der Kelkheimer Gespräche zu einem Vortrags- und Diskussionsabend am Freitag, 13. März, um 20 Uhr in der Lukasgemeinde Kelkheim ein.

Wenn ein Mensch stirbt, stehen wir an einer Grenze. Medizinisch lässt sich vieles beschreiben – doch was bedeutet dieses Geschehen für uns als Menschen? Was tragen wir an Hoffnungen, Bildern und Glaubensvorstellungen in uns? Und was bleibt, wenn Worte fehlen?

Referent des Abends ist Pfarrer Patrick Smith, Gemeindepfarrer der Kelkheimer Lukasgemeinde, langjähriger Krankenhausseelsorger und Doktorand der Medizinethik. Aus seiner seelsorgerlichen Erfahrung am Krankenbett und seiner wissenschaftlichen Arbeit heraus eröffnet er einen Raum für eine ehrliche und zugleich hoffnungsvolle Auseinandersetzung.

Der Vortrag verbindet medizinische Einblicke in die Realität des Sterbens mit religiösen und philosophischen Perspektiven verschiedener Traditionen. Neben materialistischen Deutungen kommen Vorstellungen aus Hinduismus, Buddhismus, Judentum, Islam und insbesondere dem Christentum zur Sprache. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der christlichen Hoffnung der Auferstehung – und der Frage, worauf sie gründet.

Dabei geht es nicht um schnelle Antworten oder bloße Vertröstungen, sondern um echtes Nachdenken:

„Die Frage nach dem Leben nach dem Tod beginnt nicht im Lehrbuch, sondern am Krankenbett“, sagt Pfarrer Smith. „Und sie betrifft uns alle – unabhängig davon, ob wir glauben oder zweifeln.“

Im Anschluss an den Vortrag besteht Gelegenheit zur offenen Diskussion. Fragen, Zweifel und unterschiedliche Sichtweisen sind ausdrücklich willkommen.

Die Kelkheimer Gespräche

Die Kelkheimer Gespräche verstehen sich als Forum für gesellschaftlich und existenziell relevante Themen. Sie möchten Raum schaffen für Austausch, Nachdenken und respektvolle Diskussion – über Fragen, die viele bewegen und weit über den kirchlichen Rahmen hinausreichen.

„Wir möchten uns zu aktuellen und wichtigen Themen aus Gesellschaft, Gemeinde und Glauben austauschen und gemeinsam – mit und ohne Experten – ins Gespräch kommen“, sagt Klaus P. Meier, Vorsitzender des Fördervereins, der die Gesprächsreihe federführend organisiert. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen – unabhängig von Konfession oder Kirchenzugehörigkeit. Der Eintritt ist frei.



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