Ruppertshain (kez/ju) – Fritz Kern, geboren in Höchst, feiert am 1. Mai seinen 90. Geburtstag – und blickt auf ein Leben zurück, das eng mit dem Vereinsleben und dem Sport verbunden ist.
Schon früh entdeckte er seine Leidenschaft für den Fußball. Als Schüler, Jugendlicher und später auch als Senior stand er für die SG 01 Höchst, den VfB Unterliederbach und schließlich für den SV 1891 Ruppertshain auf dem Platz. In Ruppertshain fand er nicht nur sportlich, sondern auch privat seine Heimat: Gemeinsam mit seiner Frau Liesel lebt er dort seit fast 70 Jahren.
Beim SV 1891 Ruppertshain prägte Fritz Kern über Jahrzehnte hinweg das Vereinsleben – auf und neben dem Platz. Er übernahm Verantwortung in unterschiedlichsten Funktionen: zunächst als zweiter Schriftführer, später viele Jahre im Spielausschuss und schließlich auch in der Vereinsführung. Von 1968 bis 1972 war er zweiter Vorsitzender, anschließend bis 1975 erster Vorsitzender.
In diese Zeit fiel eine besonders prägende Phase für den Verein. Fritz Kern führte maßgeblich die anspruchsvollen Verhandlungen mit der damaligen Gemeinde Rossert unter Bürgermeister Gerhard Lehner – mit dem Ziel, eine neue und moderne Sportanlage zu schaffen. Ein Projekt, das Weitsicht und Durchhaltevermögen erforderte.
Auch nach seinem Rücktritt blieb er dem SVR eng verbunden. Immer wieder übernahm er Verantwortung, unter anderem erneut als Spielausschussvorsitzender sowie später nochmals als zweiter Vorsitzender bis Ende 2001. Im Jahr 2026 blickt er auf beeindruckende 70 Jahre Vereinszugehörigkeit zurück. Auch im „Kreis der Freunde und Gönner“ war er über lange Zeit aktiv.
Für sein Engagement wurde Fritz Kern bereits 1991 vom Hessischen Fußballverband mit der Ehrennadel in Bronze ausgezeichnet.
Doch sein Einsatz beschränkte sich nicht nur auf den Fußball. Auch dem Schachspiel galt seine Begeisterung: Seit 1983 ist er förderndes Mitglied im Schachclub Frankfurt-West. Darüber hinaus engagierte er sich viele Jahre im Ortsvereinsring Ruppertshain, den er zeitweise leitete, sowie im Stadtvereinsring.
Auch in der evangelischen Kirchengemeinde St. Johannes Fischbach brachte er sich ein: Über mehr als zehn Jahre hinweg versah er den Küsterdienst bei Gottesdiensten in Ruppertshain. Zudem gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Förderkreises zur Erhaltung des Kirchenensembles St. Johannes.
Für dieses langjährige und vielseitige ehrenamtliche Engagement wurde Fritz Kern im Jahr 2000 mit der Ehrenspange der Stadt Kelkheim (Taunus) ausgezeichnet.
Seinen 90. Geburtstag feiert Fritz Kern im Kreis seiner Familie.