Wer in den letzten Jahren mal mit offenen Sinnen einen Frühlings-, Sommer- oder Herbstnachmittag im geplanten Baugebiet „Hornau-West“ zugebracht hat, der weiß, warum es eine Schande und ein unersetzlicher Verlust wäre, dieses einzigartige Naturreservat mit Beton, Häusern und Asphalt unwiderruflich zu zerstören. Selbst wer im Winter bei matschigem Schnee dieses einzigartige Fleckchen mit seinen Feucht- und Sumpfgebieten erkundet, der wird erahnen, was hier an Lebensvielfalt verborgen ist – und dann einfach weg sein wird.
Natur wie diese sollte nicht nur dort zu finden sein, wo Wohnungen leerstehen, weil alles in die Ballungsräume drängt. Und es sollten die letzten verbliebenen Reste von Natur nicht auch noch aus den Ballungsräumen verdrängt werden, nur damit die Ballungsräume immer mehr zusammengeballt werden können.
Landflucht – und die findet zur Zeit statt – hat es im Laufe der Weltgeschichte immer wieder gegeben. Der Hauptgrund dafür war immer die Hoffnung auf ein besseres Leben in der Stadt. Doch Landflucht führte auch oft genug zu Verelendung.
Und eines sollte uns immer vor Augen stehen: Nicht eine einzige der Wohnungen die dort neu gebaut würden, käme denen zugute, die sie wirklich dringend nötig hätten, nämlich unseren obdachlosen Mitmenschen.
Liebe Kelkheimer Mitbürger, ich fordere Sie und ihr Gewissen dazu auf, mitzuhelfen die Zubetonierung von wertvoller Natur zu verhindern, indem Sie das Bürgerbegehren gegen den Bau von „Hornau-West“ mit Ihrer Unterschrift unterstützen.
Hans-Peter Menke,
Kelkheim
Hornau-West