Frühlingsball
Unser Leser Matthias Honerkamp hat ein paar Anmerkungen zum „Frühlingsball in Kelkheim – ein gelungener Abend mit kleinen Wermutstropfen“ und schreibt dazu Folgendes:
Der Frühlingsball in Kelkheim unter dem Motto „Kelkheim tanzt“ war zweifellos eine wirklich gelungene und stimmungsvolle Ballnacht. Musik, Atmosphäre und Organisation trugen zu einem festlichen Abend bei, der vielen Gästen sicher noch lange in guter Erinnerung bleiben wird. Die Organisatoren und Sponsoren ermöglichten damit wieder einmal ein gesellschaftliches Highlight in Kelkheim.
Umso bedauerlicher war jedoch, dass einige Besucher offenbar missverstanden haben, was unter einem Ball zu verstehen ist und damit meine ich nicht das meist kugelförmige, elastische, aus Leder, Gummi oder Kunststoff bestehende Sportgerät oder Spielzeug. Laut Wikipedia ist ein Tanzball eine formelle, festliche Abendveranstaltung, die üblicherweise in gehobener Garderobe besucht wird – also dunkler Anzug oder Smoking sowie festliche Kleider.
Zwar war entsprechende Kleidung ausdrücklich erbeten, dennoch erschienen manche Gäste in karierten Hemden mit hochgekrempelten Ärmeln oder sogar im Polohemd. Andere kamen im Straßenanzug, legten jedoch rasch das Jackett ab und krempelten ebenfalls die Ärmel hoch. Selbst Herren im dunklen Anzug legten dies bereits im Verlauf der ersten Tanzrunde ab. Auch Krawatten und Fliegen wurden schnell zum Opfer. Das wirkte dann eher wie ein Besuch auf einem Kerbetanz oder dem Sommerfest des Sägewerks als auf einem festlichen Ballabend.
Umso mehr stellt sich die Frage, warum es bei vielen Tanzstunden- oder Abibällen selbstverständlich ist, in angemessener Kleidung zu erscheinen, während dies hier offenbar für etliche ein Problem darstellt. Dabei gehört es doch gerade zum Reiz eines solchen Abends, sich festlich zu kleiden und den Anlass auch äußerlich zu würdigen. Leger tanzen kann man schließlich auf den Tanzparties des TSC Fischbach.
Eine angemessene Garderobe ist nicht nur eine Frage des persönlichen Geschmacks, sondern auch ein Ausdruck von Respekt gegenüber der Veranstaltung, den Künstlerinnen und Künstlern sowie den Organisatoren. Es wäre wünschenswert, wenn dies bei zukünftigen Bällen wieder stärker berücksichtigt wird.
Trotz dieses kleinen Wermutstropfens bleibt der Frühlingsball ein schönes gesellschaftliches Ereignis, das hoffentlich auch künftig viele Menschen zum Tanzen zusammenbringt – dann vielleicht wieder durchweg im passenden Rahmen.