Obstbaumschnittkurs stand hoch im Kurs

Kelkheim (kez) – Eine Einführung in den Obstbaumschnitt haben Mitte März 15 Teilnehmer und Teilnehmerinnen im Schnittkurs des OGV Fischbach bekommen.

Die Baumwarte Catharina Wenzel und Helmut Lenz informierten in einer Theorieeinheit über Obstbäume im Allgemeinen, über günstige Lagen und Böden und natürlich den Baumschnitt, weswegen die Teilnehmer gekommen waren. „Besonders gefreut hat uns“,so Helmut Lenz, „dass der Kurs sowohl von langjährigen Vereinsmitgliedern als auch externen Gästen gut angenommen wurde und der Kurs komplett ausgebucht war.”

Ohne Wissen über Boden und Düngung kommt man nicht weit. „Baumscheiben anlegen, organischer Dünger, mulchen und Bodenbedeckung (vor allem im Sommer), sind dazu besonders wichtig”, so Helmut Lenz. „Bevor man zum Erziehungsschnitt und später Altbaumschnitt kommen kann, muss der Baum gut aufgestellt wachsen können”, fügt Catharina Wenzel hinzu, „deshalb gehören viel mehr Inhalte in einen Kurs als ’nur’ Schneiden.”

Die Begeisterung für den Obstbaumschnitt stand spürbar im Raum: „Etwas so Wichtiges weitergeben zu können, ist sehr wertvoll in der heutigen Zeit. Die geteilte Freude über gemeinsame Interessen macht richtig Hoffnung, dass es weitergeht”, so Catharina Wenzel, welche die Schulungsunterlagen komplett auf die neusten Erkenntnisse im Obstbaumschnitt ausgerichtet hat. „Wir arbeiten bereits an Vertiefungen, damit wir in der nächsten Saison gut aufgestellt die Interessierten weiter in die Thematik einbinden können.”

Und Helmut Lenz ergänzt lächelnd: „Auch die alten Hasen unter uns können immer noch etwas dazu lernen und trotzdem die Erfahrung der Jahrzehnte beisteuern.”

Am schwierigsten nachzuvollziehen, aber essentiell, war für die begeisterten Obstbaumbesitzer das Erlernen der Schnitttechniken Anschneiden und Ableiten.

Mit etwas Mut und vor allem viel Spaß wurden erst ein Baum gemeinsam, dann in Gruppen junge Bäume geschnitten. Catharina Wenzel und Helmut Lenz begleiteten alle Teilnehmer mit Anleitung und Tipps.

Am Ende des Praxistages kehrten alle müde und durchgefroren ins Kelterhaus ein, wo Heinz Graulich liebevoll vorausschauend für ein heißes Mittagessen gesorgt hatte.



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