Reise ins Universum: Preisverleihung „Junge Künstler 2026“ in Kelkheim

Einige Erbauer des Rossert-ShuttlesFotos: Judith Ulbricht

Kelkheim (mp) – „Wir alle sind Teil von etwas ganz Großem“, sagte ein Schüler von der Albert-von-Rheinach-Schule bei der Preisverleihung „Junge Künstler 2026“ in der vergangenen Woche zum Thema „Unser Universum“ in der Stadthalle in Kelkheim. Hieran nahmen die sechs Grundschulen von Kelkheim teil und jede vollbrachte ein kreatives Ergebnis, worauf sie stolz sein konnten.

Begonnen hatte die Albert-von-Rheinach-Schule mit einem musikalischen Auftritt. Die 51 Kinder sangen voller Freude „Alles nichts ohne dich“ von Lea aus dem Film „Die Schule der magischen Tiere“, was eine gefühlvolle Einstimmung war.

Im Anschluss begrüßte der Erste Stadtrat Dirk Hofmann die Schüler und Schülerinnen herzlich, insbesondere seine alte Schule, die Pestalozzi-Kinder.

Milchstraße oder Hurrikan?

Auch der weltberühmte Physiker Prof. Dr. Horst Schmidt-Böcking ehrte die kreativen Köpfe mit einer Präsentation über das Universum, um die Kinder in die Materie einzuführen. Dabei betonte er, dass das Weltall schon zwischen 15 und 16 Milliarden Jahre alt sei und kein Ende habe. Er beamte Bilder vom Sternenhimmel an die Leinwand, den man so eindrucksvoll heute nur noch selten zu Gesicht bekommt. Außerdem zeigte er das Sonnensystem und die verschiedenen Galaxien, darunter auch die bekannte Milchstraße, die er mit einem Hurrikan verglich. Die Ähnlichkeit entstehe durch die Spiralstruktur und die rotierende Bewegung der Spiralarme um das galaktische Zentrum, erklärte der Physiker.

Auch das schwarze Loch, das jedes Licht erlischt, weckte das Interesse der Kinder. Zum Abschluss nahm er sie mit einem Kurzfilm auf eine Reise ins Weltall mit. Aber nur auf den Hinweg, wie sie zurückkamen, mussten sie selbst herausfinden

Weiter ging es mit einem Alien-Tanz der Sindlinger-Wiesen-Schule. Strahlend schwangen die Kinder bunte Tücher und tanzten zu „Nano vom Planeten X“ von Markus Becker. Das Schlager-Feeling sorgte gleich für eine gute Stimmung. Mit einem Lächeln im Gesicht gingen sie von der Bühne und holten sich das Lob ihrer Lehrkräften ab.

Damit endeten die Aufführungen der Kinder und es folgte ein Gallery Walk mit den verschiedenen Bastelprojekten zum Thema Universum. Gleich am Anfang stellte die Anne-Frank-Schule einen Flug ins All dar, gebastelt mit Papptellern und Sternen.

Mit dem Space Shuttle ins Weltall

Für Aufmerksamkeit sorgte hier besonders die Rossert-Schule mit ihrem Rossert-Shuttle – über ein Meter groß –, an dem fünf Wochen gebastelt wurde. An der Rakete waren an den Seiten Klappfenster, fixiert mit Magneten, für kurze Sachtexte. Mit der Rakete würden sie gleich nach der Preisverleihung ins Weltall starten, um selbst die Galaxien zu erkunden, wie Dirk Hofmann betonte. Abgesehen von dem persönlichen Space-Shuttle konnte jedes Kind vor Ort seine eigene Origami-Rakete basteln. Zusätzlich hingen an der Wand Bilder vom Sonnensystem mit eingebauten Lichterketten in der Leinwand, die den Sternenhimmel darstellen sollten.

Direkt gegenüber hatte die Max-von-Gagern-Schule ihren Stand mit zwei Schaukästen aufgebaut. Dort konnte man ins Universum blicken und die einzelnen Planeten und Sterne erkennen. Amüsant waren hier die Augen der Kinder gegenüber, die ebenfalls ins Weltall blicken wollten. Es sah so aus, als lebten Aliens mit riesigen Augen auf den Planeten.

Aliens in unserem Universum?

Abschließend stellte noch die Pestalozzi-Schule zwei Bastelprojekte vor. Auf dem Tisch reihten sich selbst gebastelte Planeten in 3D-Form ein. Zwei hatten eine Höhle, in der Alien-Familien ihren Platz hatten.

Das letzte Projekt waren die Sternenbilder, die sich die Grundschüler selbst ausgedacht hatten und die jede Form annahmen. Trotzdem konnte man sie für echte Sternenbilder halten und vielleicht gibt es das ein oder andere in Wirklichkeit und das Kind hatte für eine neue Entdeckung gesorgt.

Damit hatten die Pestalozzi-Kinder auf jeden Fall für einen kreativen Abschluss gesorgt.

Die Grundschüler konnten sich dank der Unterstützung der Lehrkräfte, die viele Ideen mitbrachten, künstlerisch austoben. Doch nur durch die Bürgerstiftung Kelkheim wird das Projekt jedes Jahr aufs Neue ermöglicht mit neuen Themen, wo von Natur bis Architektur und Gesang schon alles dabei war. So hatte jedes Kind schon sein richtiges Thema gefunden. Zusätzlich stellte die Bürgerstiftung allen sechs Schulen 800 Euro zur freien Verfügung. Vielen Dank also an die Bürgerstiftung Kelkheim, nicht nur für das Geld, sondern auch für die kreative Förderung der Kinder außerhalb des Unterrichts!

Weitere Artikelbilder



X