Main-Taunus/Kelkheim (ju) – Der plötzliche Wintereinbruch am Dienstag hatte den Verkehr im Main-Taunus-Kreis und im gesamten Rhein-Main-Gebiet innerhalb weniger Stunden erheblich beeinträchtigt. Starker Schneefall ließ die Straßen zu einem rutschigen Abenteuer werden und führte zu zahlreichen Verkehrsproblemen und Einschränkungen.
Schnee, Glätte, Unwetterwarnung
Am Dienstagnachmittag meldete der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine amtliche Unwetterwarnung vor starkem Schneefall der Stufe 3 (rot) für den Main-Taunus-Kreis. Zwischen circa 13.45 und 19 Uhr fielen gebietsweise 10 bis 20 Zentimeter Neuschnee, in Staulagen waren es sogar bis zu 30 Zentimeter – begleitet von glatten Straßen und eingeschränkter Sicht.
Verkehrschaos auf Straßen und Autobahnen
Der plötzliche Schneefall führte vielerorts zu schleudernden Fahrzeugen, liegengebliebenen Lkw und kilometerlangen Staus. Auch überregional kam es zu massiven Behinderungen: Auf hessischen Autobahnen staute sich der Verkehr teils auf bis zu 30 Kilometern – etwa auf der A3 zwischen Raunheim und Idstein sowie auf Strecken rund um Frankfurt. Innerhalb des RMV-Gebiets war der Busverkehr zeitweise entweder eingestellt oder stark verzögert worden – auch im Main-Taunus-Kreis meldet die Main-Taunus-Verkehrsgesellschaft wetterbedingte Einschränkungen im Linienverkehr. Für Pendler bedeutete das, dass sie lange Wartezeiten und Umwege auf sich nehmen mussten.
Rettungskräfte im Dauereinsatz
Feuerwehren, Rettungskräfte und der Katastrophenschutz waren im Kreisgebiet im Dauereinsatz, um Straßen freizuräumen, umgestürzte Bäume zu beseitigen und Verkehrswege wieder passierbar zu machen. Besonders betroffen waren unter anderem Bad Soden, Eppstein, Hofheim und Kelkheim, wo die Einsatzkräfte an mehreren Standorten gleichzeitig tätig waren.
Schneelasten sorgten für zusätzliche Gefahren
Nicht nur der Schnee selbst war eine Herausforderung: Die große Schneelast brachte vielerorts auch „Ast- und Baumbruchgefahr“ mit sich – Hessen Mobil warnte vor herabfallenden Ästen und umstürzenden Bäumen als zusätzliche Gefahr für den Verkehr.
Des einen Freund, des andren Leid
Doch während Pendler im Stau standen und Busverbindungen ausfielen, sorgte der plötzliche Wintereinbruch bei vielen Kindern für leuchtende Augen. Kaum hatte sich die Schneedecke gelegt, wurden Schlitten aus Kellern und Garagen geholt. In Parks, auf Wiesen und an Hängen im Kreis hieß es: warm anziehen, rauf auf den Schlitten – und ab ins Vergnügen. Für viele Familien war der unerwartete Schneefall ein kleines Wintergeschenk mitten in der Woche, mit Schneeballschlachten, Schneemännern und echtem Wintergefühl. Während der Verkehr stillstand, war draußen plötzlich richtig was los.


