Weihnachtliche Klänge in der Klosterkirche verzaubern

Bei dem Anblick wurde jedem Besucher der Klosterkirche feierlich ums Herz.Foto: Kluge

Kelkheim (sk) – Wer am ersten Weihnachtsfeiertag den Weg in die Klosterkirche St. Franziskus fand, wurde mit einer Atmosphäre belohnt, die dem Hochfest mehr als gerecht wurde. Im Zentrum des Festgottesdienstes stand Carl Maria von Webers Messe Nr. 2 op. 76, besser bekannt als „Jubelmesse“.

Unter der Gesamtleitung von Wolfgang Jacob präsentierte der Chor von St. Martin/St. Franziskus das Werk mit spürbarer Freude und großem Engagement. Die „tollen Weihnachtsgesänge“, wie Besucher im Anschluss lobten, füllten den Kirchenraum und sorgten für jene festliche Stimmung, die Weihnachten ausmacht.

Ein Werk voller Zuversicht

Weber selbst hatte einst über sein Werk in G-Dur gesagt, er wolle an eine „frohe, kindlich bittende und jubelnd zum Herrn betende Schar denken“. Genau dieser Charakter der Zuversicht – im bewussten Kontrast zu seiner dramatischeren „Freischützmesse“ – wurde in der Kelkheimer Aufführung lebendig. Dass diese Leichtigkeit jedoch harte Arbeit ist, zeigt ein Blick in die Noten: Ganze 25 Mal fordert der Komponist vom Sopran das „hohe A“ – eine Herausforderung, die der Chor und die Solisten aus den eigenen Reihen mit Bravour meisterten.

Profis aus Frankfurt zu Gast

Unterstützt wurden die Sängerinnen und Sänger von Instrumentalisten des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters, die dem Gottesdienst zusätzlichen Glanz verliehen. Besondere musikalische Akzente setzten dabei die Solisten: David Tasa ließ seine Trompete in zwei Sätzen aus Konzerten von Torelli und Telemann strahlen, während Sabine Krams am Violoncello mit dem gefühlvollen „Andante religioso“ von G. Merkel berührte. Annemarie Jacob glänzte in einer Doppelrolle an der Orgel sowie als Solo-Sopranistin.

Stimmungsvoller Ausklang

Einen gelungenen Abschluss der Festtage bildeten schließlich die traditionellen „Weihnachtlichen Nachklänge“ am 4. Januar. Wer die besondere Atmosphäre der Weihnachtszeit noch etwas festhalten wollte, kam in der Klosterkirche voll auf seine Kosten. Besonders das gemeinsame Singen der Weihnachtslieder rundete den Nachmittag ab und sorgte für einen schönen, besinnlichen Start in das neue Jahr.



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