„Auf Wiedersehen Frau Jähn“

So hieß es dieser Tage musikalisch in den Räumen der Tagespflege des DRK. Für die einen ein trauriger Satz, für Gerlinde Jähn jedoch der Abschied aus dem Berufsleben in den Ruhestand, den sie in Bayern, aus dem sie einstens nach Kelkheim kam, verbringen will. Sie nimmt Abschied mit einem weinenden und einem lachenden Auge, wie sie sagte. Für die anderen jedoch, die hier zusammen gekommen waren, das Personal der Tagespflege und vor allem die Tagesgäste, war es eher ein tränenreicher Abschied.

Sechsehn Jahre lang hat Gerlinde Jähn die Tagespflege geleitet. Sie erlebte noch die beengten Zeiten in der Gundelhardtstraße, sie war es, die nach dem Neubau der DRK-Tagespflege im Mittelweg zusammen mit den anderen Pflegekräften aus dieser Einrichtung eine Tagespflege machten, die weit über Kelkheims Grenzen hinaus bekannt wurde. Immer wieder wurden hier auch Gäste aus den Nachbarorten aufgenommen und immer wieder gibt es Wartelisten. Das Motto, das auch im Abschiedslied, geschrieben von Peter Kluinin, deutlich durchklang: „Gemeinsam statt einsam zu sein“.

Für Gerlinde Jähn die Aufgabe, um einsamen Menschen den Tag freundlicher zu machen. Mit einem Programm der Gemeinsamkeit, das oft mit dem Zeitungslesen beginnt, über gemeine Spiele und das Lösen von Rätseln bis hin zu gemeinsamen Essen und auch Singen reicht. „Tee aus Marokko trinken, wird mit tollem Kuchen wunderbar“, eine Hommage für die Marokkanerin, die heute als voll integrierte Kopftuchträgerin einfach zum „Inventar“ gehört

Und genau das ist der Punkt: „Bei Spiel, Sport, Singen und Musik,vergaß so mancher seinen Schmerz. Schöner hätte es auch DRK-Vorsitzender Martin Menke (Bild links) nicht formulieren können: „Jeder feiert Geburtstag hier mit Glückwunsch und ganz viel Herz.“

Und mehr noch: „Du warst der gute Geist in diesem Haus, immer mit dem Herz dabei.“ Und Martin Menke machte auch klar: „Gerlinde Jähn hat die Tagespflege aus den roten in die schwarzen Zahlen geschafft.“ Und das Urteil der 13 Mitarbeiter: „Wir haben alle an einem Strang gezogen. wir waren immer eine Familie.“

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