Zwischen Himmel und Hoffnung – Soloausstellung Max Zimmermanns

Wer kennt sie nicht: die sprechenden Tassen. Foto: Judith Ulbricht

Kelkheim (kez/ju) – „Another Kingdom – Bilder aus dem Himmelsreich“ lautet der Titel der ersten Einzelausstellung des Frankfurter Künstlers Max Zimmermann, die vom 23. bis 31. Juli in der Alten Kirche Hornau in Kelkheim zu sehen ist. Mit einer Werkserie, die sich zwischen Landschaft, Licht und Imagination bewegt, lädt Zimmermann die Besucher ein, den Blick über das Alltägliche hinaus zu richten und sich auf eine stille, poetische Reise einzulassen.

Die atmosphärischen Gemälde kreisen um die Frage nach einer Wirklichkeit jenseits des Sichtbaren. Weite Horizonte, schwebende Wolkenformationen und lichtdurchflutete Landschaften werden zu Sinnbildern für Sehnsucht, Hoffnung und Transzendenz. Dabei entstehen Bildräume, die gleichermaßen Ruhe ausstrahlen und zum Nachdenken anregen. Der Ausstellungstitel „Another Kingdom – Bilder aus dem Himmelsreich“ versteht sich nicht als religiöse Aussage, sondern als Einladung, neue Perspektiven auf das Leben und das Unsichtbare zu entdecken.

Max Zimmermann, 1974 in Wiesbaden geboren, bringt einen außergewöhnlichen künstlerischen Werdegang mit. Bevor er sich wieder verstärkt der freien Malerei widmete, gehörte er über viele Jahre zu den international erfolgreichen Designern und 3D-Animationsspezialisten Deutschlands. Nach seiner Ausbildung bei der renommierten Designagentur Meiré und Meiré gründete er 1998 das Unternehmen FIFTYEIGHT 3D Animation und realisierte Projekte für zahlreiche internationale Marken. Seine Arbeiten wurden mit mehr als 30 bedeutenden Design- und Animationspreisen ausgezeichnet, darunter der Red Dot Design Award, der German Design Award, der ADC Award, der Animago Award sowie Auszeichnungen des New York Festivals und des 3D Festival Copenhagen.

Auch als Referent und Moderator auf internationalen Design- und Animationskongressen machte sich Zimmermann einen Namen. Zu seinen bekanntesten Arbeiten zählen Animationen für weltbekannte Markenfiguren wie Meister Proper, Pritt oder Weißer Riese. Internationale Bekanntheit erlangte er außerdem mit der Marke FIFTYEIGHT PRODUCTS, deren charakteristische „sprechende Tassen“ längst Kultstatus erreicht haben.

Heute richtet Zimmermann seinen kreativen Schwerpunkt wieder auf die Malerei. Seine Werke verbinden die Präzision seiner digitalen Vergangenheit mit der Freiheit des malerischen Ausdrucks und entwickeln eine eigenständige Bildsprache zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion. Nach mehreren Gruppenausstellungen und der Präsentation seiner Arbeiten auf der internationalen Kunstplattform Saatchi Art zeigt er nun erstmals eine umfangreiche Soloausstellung in Kelkheim.

Begleitet wird die Ausstellung von einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm. Die Vernissage findet am Donnerstag, 23. Juli, um 18 Uhr statt. Die Kunsthistorikerin Jaqueline Jakobi Millán führt in das Werk des Künstlers ein.

Am Sonntag, 26. Juli, nimmt Max Zimmermann um 16 Uhr sein Publikum mit hinter die Kulissen der Werbewelt. Unter dem Titel „Kuriose Blicke hinter die Fassaden der Werbung“ berichtet er mit Humor und zahlreichen Anekdoten aus mehr als drei Jahrzehnten in der internationalen Design- und Animationsbranche.

Den Abschluss bildet am Freitag, 31. Juli, um 16 Uhr der Vortrag „Geschichten hinter den sprechenden Tassen“. Darin erzählt Zimmermann von der Entstehung einer der bekanntesten deutschen Designmarken, von kreativen Ideen, überraschenden Wendungen und den Erfolgen von FIFTYEIGHT PRODUCTS.

Mit „Another Kingdom – Bilder aus dem Himmelsreich“ präsentiert sich ein Künstler, der internationale Designgeschichte mitgeschrieben hat und nun mit großer malerischer Sensibilität neue Wege beschreitet. Die Ausstellung verspricht eindrucksvolle Bildwelten ebenso wie spannende Einblicke in das Schaffen eines kreativen Grenzgängers zwischen Kunst, Design und digitaler Animation.

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